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| 03:02 Uhr

Gefährliche vereiste Spuren auf der Bundesstraße 169

Senftenberg. Helmut Kommritz aus Schwarzheide kann den Meldungen über den gut vorbereiteten Winterdienst nicht viel abgewinnen. Am Dienstag dieser Woche sei es auf der Ortsumfahrung Senftenberg gefährlich gewesen: "Die Überholspur ist gar nicht freigemacht, und die normale Fahrspur ist glatt. mf

" Er kam mit seiner Frau aus Hoyerswerda. Dort sei jede Landstraße besser befahrbar.

Nach Angaben von Sören Miertzsch, Leiter der Straßenmeisterei Schwarzheide, beginnt bei Schneefall die erste Räumung um 3 Uhr. Nach etwa drei Stunden sind die Hauptspuren geschoben. In der nächsten Runde werden die Überholspuren (auf der dreistreifigen B 169 mit Fahrzeugstaffel), Abbiegespuren und Sperrflächen einbezogen. Die Überholspur bleibe oft trotz Räumung weiß, weil der Schnee angefroren ist. Da darauf weniger Fahrzeuge rollen, werde das ausgebrachte Salz-Lauge-Gemisch nicht eingearbeitet. Fahrzeugreifen zerreiben das Salz, das dann schneller und besser wirkt.

Die vereisten Spuren auf bestimmten Abschnitten entstehen, wenn zum Beispiel die Straße ein Damm ist, der durchfriert. Die Kälte halte sich länger, steigt bei Tauwetter auf und lässt das getaute Eis wieder frieren, wenn die Salzkonzentration abnimmt. Das ausgebrachte Natriumchlorid wirke bis maximal Minus elf Grad, Magnesiumchlorid, auf der B 169 auch schon ausgebracht, bis Minus 14 Grad Celsius.

Die Winterdienstler sind seit dem 1. Dezember zweischichtig im Einsatz und waren es am Wochenende rund um die Uhr.