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| 16:19 Uhr

Ehrung
Gedenktafel für Senftenberger Schriftsteller

In der Kreuzstraße 21 befindet sich das Geburtshaus von Horst Mönnich.
In der Kreuzstraße 21 befindet sich das Geburtshaus von Horst Mönnich. FOTO: Richter-Zippack
Senftenberg. Die Stadt und Partner erinnern an Horst Mönnich zu dessen 100. Geburtstag. Auch Lesecollage geplant.

Der Briesker Wolfgang Wache hatte zu Horst Mönnich in dessen letzten Lebensjahren einen besonderen Kontakt. Der Leiter der Senftenberger Nachwuchs-Literatur-Zentrums „Ich schreibe!“ sagt, dass sich Mönnich bis zu seinem Tod am 31. Januar 2014 mit seiner Heimatstadt Senftenberg sehr verbunden fühlte. „In diesem Ort liegen die Wurzeln seines literarischen Schaffens, deren er sich stets bewusst war“, erklärt Wache. Noch zu Lebzeiten des Schriftstellers hatten die regionalen Autoren und die Stadtbibliothek zu einer viel beachteten Veranstaltung unter dem Titel „Literarisches Schaffen in Senftenberg - Früher, Heute, Morgen“ eingeladen. Anlässlich des 100. Geburtstages am 8. November soll, so kündigt Wache an, nach fünf Jahren erneut eine „Lesecollage“ zu Ehren Horst Mönnichs stattfinden.

Darüber hinaus plant die Stadt Senftenberg die Enthüllung einer Gedenktafel. „Zum Standort befinden wir uns noch in der Abstimmung“, informiert Sprecher Andreas Groebe. Das Geburtshaus von Mönnich befindet sich in der Kreuzstraße. Es handelt sich um das Gebäude zwischen der Buchhandlung und dem Optikergeschäft. Zum Geburtstag werde auch Mönnichs Sohn Andreas erwartet. Neben dem Senftenberger Rathaus und dem Nachwuchs-Literatur-Zentrum beteiligt sich auch der Verein für Heimatpflege 1909 am Mönnich-Gedenken.

Horst Mönnich hatte in Senftenberg das Realgymnasium besucht. Er studierte Germanistik und Zeitungswissenschaften. Seit dem Jahr 1952 bis zu seinem Tod lebte Horst Mönnich als freier Autor am Chiemsee. Bekannte Werke sind unter anderem „Die Autostadt“ aus dem Jahr 1951 sowie die Autobiografie „Geboren neunzehnhundertachtzehn“ (1993). Mönnichs Debütband „Die Zwillingsfähre“ aus dem Jahr 1942 beinhaltet auch diverse Gedichte seines zeitig verstorbenen Zwillingsbruders Günther Mönnich. Einige Werke durften in der DDR nicht veröffentlicht werden.

Horst Mönnich publizierte auch Reisereportagen aus beiden Teilen Deutschlands sowie Texte zur deutschen Industriegeschichte.