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| 15:41 Uhr

Holocaust-Gedenktag
Erinnerung darf nicht verblassen

 Landrat Siegurd Heinze mahnte während der Gedenkveranstaltung, dass in den Konzentrationslagern Geschehene nie zu vergessen.
Landrat Siegurd Heinze mahnte während der Gedenkveranstaltung, dass in den Konzentrationslagern Geschehene nie zu vergessen. FOTO: Theresa Pusch
Schwarzheide. Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau zum 74. Mal. Den entsprechenden Gedenktag hat der OSL-Kreis bereits am Freitag an der Gedenkstätte des KZ-Außenlagers Schwarzheide begangen.

Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust hat OSL-Landrat Siegurd Heinze gemeinsam mit der Kreistagsvorsitzenden Martina Gregor-Ness zur zentralen Gedenkveranstaltung des Landkreises aufgerufen. Viele Bürger sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik sind an die Gedenkstätte nach Schwarzheide gefolgt.

In seiner Rede betonte der Landrat, dass laut aktuellen Umfragen lediglich 59 Prozent der befragten Schüler über 14 Jahre wissen, dass Auschwitz-Birkenau im Zweiten Weltkrieg ein Konzentrations- und Vernichtungslager in Polen war. Umso wichtiger seien Veranstaltungen wie diese, damit die Erinnerungen nicht verblassen und die nachfolgenden Generationen an diesem Erinnern und Mahnen teilhaben, damit auch sie diese Mahnung und das Erinnern weitertragen können. „Daher freue ich mich, dass auch in diesem Jahr wieder Schüler des Friedrich-Engels-Gymnasiums aus Senftenberg an der Gedenkveranstaltung mitwirken“, betonte Siegurd Heinze.

Die Gedenkveranstaltung fand am Ehrenmal in der Schipkauer Straße in Schwarzheide gegenüber der Hauptverwaltung der BASF Schwarzheide GmbH statt. Im Zweiten Weltkrieg befand sich unweit des heutigen Ehrenmals von Juli 1944 bis April 1945 ein Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Rund 1000 jüdische Häftlinge aus dem Konzentrationslager Auschwitz waren zu dieser Zeit in einem Barackenlager dicht neben der Autobahn untergebracht, um als Zwangsarbeiter das von Luftangriffen stark zerstörte Braunkohlenbenzinwerk (Brabag) wieder aufzubauen. Von den ehemals 1000 Häftlingen des Außenlagers in Schwarzheide überlebten nur etwa zweihundert – mehr als zwei Drittel der Häftlinge sind vor Erschöpfung gestorben, umgekommen bei weiteren Bombenangriffen auf das Werk, wurden willkürlich und erbarmungslos von der SS niedergeschossen oder kamen bei den Todesmärschen ums Leben. trt