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Wort zum Sonntag
Gedanken und Worte

Ortrand . Vielleicht kennen Sie das auch: Mit einem mal, völlig ohne Anlass, geht ein Gedanke durch den Kopf, den man nicht wieder los wird. Gedanken – der einen umtreibt. Ein Gedanke, der manchmal lustig, manchmal närrisch, manchmal aber auch sehr ernsthaft sein kann.

Schlimm ist es, wenn man jemandem Gedankenlosigkeit vorwerfen kann. Bevor wir etwas tun oder sprechen, sollten wir es durchdenken. Mein alter Werklehrer sagte immer: Erst kommt das Auge, dann der Verstand und dann die Hand. Und bevor wir etwas öffentlich sagen wollen, sollten wir es in Ruhe durchdenken, denn mit den Gedanken kann man Gutes und Schlechtes schon von vornherein unterscheiden, kann man Wesentliches von Unwesentlichem trennen.

Auch die spontanen Gedanken sind nicht immer gut. Spontane Gedanken sind auf den Prüfstand zu legen, ob sie wirklich fundiert sind, ob sie wirklich gute, kreative Eingebungen sind, oder ob sie destruktiven, negativen Charakter haben. Oft ertappen wir uns selbst, dass wir spontan jemandem antworten und hinterher bereuen, es so und nicht anders gesagt zu haben. Wie gut ist es, Menschen neben sich zu haben, die ihre Worte bedenken, die sich bemühen, Worte so zu wählen, dass die Sache treffend geschildert wird und niemand dabei verletzt wird. Gott selbst möchte seine Gedanken und Worte in unseren Mund und in unser Herz legen. Wenn seine Gedanken und Worte uns erfüllen, dann werden wir Gutes sagen und tun. Im 5. Buch Mose wird es uns zugesprochen: „Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.“ Wer sich von Gottes Gedanken und Worten erfüllen lässt, der wird zum Segen für seine Mitmenschen und für die ganze Welt. Gehen Sie doch auch wieder in einen Gottesdienst und lassen sich von Gottes Gedanken und Worte inspirieren und ganz erfüllen! Es wird Ihnen zum Vorteil gereichen! Ein gedankenvolles Wochenende wünscht Ihnen

⇥Ihr Pfarrer
⇥Thomas Brilla aus Ortrand