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| 14:54 Uhr

Worte zu Pfingsten
Geburtstagsfest der Kirche

Thomas Brilla ist Pfarrer in Ortrand.
Thomas Brilla ist Pfarrer in Ortrand. FOTO: Heidrun Seidel
Ortrand. Die Christlichen Worte zum Pfingstsonntag schreibt Pfarrer Brilla aus Ortrand.

Pfingsten ist wohl das christliche Fest, über das die Deutschen am wenigsten wissen. Es wird allgemein als Frühlingsfest verstanden. Aber Pfingsten ist das Geburtstagsfest der Kirche. Zu Pfingsten wurde den Jüngern Jesu der heilige Geist gegeben, viele Menschen kamen durch die Pfingstpredigt des Petrus zum Glauben und eine Massentaufe war der Auftakt zur Gründung der ersten christlichen Gemeinde. Pfingsten ist daher auch das Fest des heiligen Geistes, denn ohne diesen Geist kann kein Menschen an Jesus Christus glauben. Wenn wir an heilig denken, dann meinen wir, etwas Unnahbarem zu begegnen. Aber heilig sein, heißt eigentlich nur, von Gott, dem Guten, erfüllt zu sein. Wer den heiligen Geist in sich spürt, der wirkt nach außen das Gute. Christen müssen keine abgehobenen Träumer sein, sie können erdverbunden, aber durch Gott das Gute schaffen. Und trotz aller Mängel der kirchlichen Strukturen und der kirchlichen Mitarbeiter schafft sich Gottes Geist Bahn. Denn die Kirche ist nur das Gefäß, in dem Gott auf wunderbare Weise wirkt. Jemand, der sich taufen lassen wollte, reiste nach Rom und kehrte enttäuscht zurück. Ein paar Wochen später wurde er dennoch Katholik. Den vorwurfsvollen Fragen der Freunde begegnete er mit selbstsicherem Lächeln: Glaubt mir: Eine Religion, die das aushält, ist die wahre!