Aber lässt Gott sich wirklich bewegen von den Bitten derer, die auf sein Wirken vertrauen„ So mögen Sie vielleicht fragen, liebe Leserinnen und Leser. Nimmt nicht alles trotz aller Gebete seinen verhängnisvollen Lauf“ Es kann uns schon bange werden, wenn wir die Nachrichten hören. Dabei bewegen uns zurzeit vor allem auch die Terroranschläge im Nahen Osten. Ja, es ist sogar die Besorgnis ausgesprochen worden, dass solche Anschläge auch in Deutschland geschehen könnten. Nein, wir wollen nicht unsere Augen verschließen vor den erschreckenden Geschehnissen in der Welt. Wir möchten uns aber auch nicht in panische Angst hineintreiben lassen. Sehr beeindruckt hat uns ein Brief aus Jerusalem. Eine uns nahe stehende Frau, die sich dort um Frauen kümmert, die die Vernichtungslager in Deutschland überlebt haben, schreibt uns: „Ich bin nun... hier in Jerusalem und kann im Moment keinen besseren Platz für mich vorstellen. Ich fühle mich total sicher und geborgen (obwohl ich jeden Tag mit den Bussen quer durch die Stadt fahre). Es ist wirklich ein übernatürlicher Friede, so wie ich ihn bisher nie erlebt habe.“ Diese Frau meint mit dem „übernatürlichen Frieden“ den Frieden, den sie für ihr ganzes Leben in Christus gefunden hat. Wir alle sehnen uns nach tiefem Frieden im Herzen. Und es gibt dieses wunderbare Erleben: Wer es wagt, sich glaubend Christus anzuvertrauen, findet diesen „übernatürlichen Frieden“ .
Mit diesem Frieden im eigenen Herzen beginnt der Friede in der Welt - in unseren Familien und Nachbarschaften, überall dort, wo wir Menschen begegnen, und zwischen den Völkern. So wollen wir uns in den zehn Tagen des gemeinsamen Gebetes ein ander zu der Gewissheit ermutigen: Gott hört und erhört uns.

Fritz Kolata ist Pfarrer i. R.