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| 01:36 Uhr

„Gebäude zum Abriss vorgesehen“

Senftenberg. Die Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG) hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie habe beim Rückbau von Wohnungen kein Konzept und reiße Blöcke ab, die voll saniert seien. Darunter solle sich der Wohnblock in der Wilhelm-Pieck-Straße 43 bis 47 befinden.

„Schon vor ‚Kyrill' hat die KWG das unsanierte Gebäude in der Wilhelm-Pieck-Straße für den Abriss vorbereitet“, nimmt Prokurist Ralf Weide dazu Stellung. Das Mehrfamilienhaus mit 24 Vierraum-Wohnungen wurde im Jahr 1965 in Blockbauweise errichtet. 1993 sind letztmalig Investitionen in das Gebäude getätigt worden. „Gerade überdurchschnittlich viele Vierraumwohnungen stehen leer oder stehen dem Wohnungsmarkt zur Verfügung, so der Unternehmenssprecher. Nach dem Abriss soll die Freifläche begrünt werden.

Im Jahr 2007 hatte Kyrill an dem Gebäude einen Sturmschaden angerichtet. Im Januar 2007 seien 22 Mieter sofort evakuiert worden, so das Unternehmen weiter. Die durch Wasserschäden in Mitleidenschaft gezogenen Wohnungen in der oberen Etage konnten nicht mehr bezogen werden. Für die betroffenen Mieter sei kurzfristig nach einer dauerhaften Ersatzlösung gesucht worden. Da für alle anderen Mieter nicht sofort passender Ersatzwohnraum zur Verfügung stand, seien die verbleibenden 18 Wohnungen für die Rückkehrer in einen bewohnbaren Zustand versetzt und das Dach repariert worden. „Die Kosten dafür wurden durch die Gebäudeversicherung getragen“, so Pressesprecher Ralf Weide.

Seit dem Jahr 2002 habe die KWG allein in Senftenberg insgesamt 1492 Wohnungen, das sind rund 37 Blöcke mit jeweils 40 Wohnungen, im Rahmen des Stadtumbaues vom Markt genommen.

Ohne den Stadtumbau und den damit verbundenen Abriss würden nach Unternehmensangaben in der Kreisstadt heute rund 31 Prozent, das bedeutet fast jede dritte KWG-Wohnung, leer stehen. Der Leerstand habe somit auf unter zwölf Prozent gesenkt werden können. red/bt