Über die Eindrücke von der architektonischen Kulisse der Gartenstadt hinaus sind die Historie der Wohnsiedlung und der große Gartenstadt-Gedanke in einer Dauerausstellung im Komplex der "Kaiserkrone" aufgearbeitet. Mit einem hierzulande ungewöhnlichen Ergebnis: Marga ist nicht, wie oft behauptet, die erste deutsche Gartenstadt. Aber das Ensemble ist eine der frühesten neuen "Städte im Garten" - und mit Kaufhaus, Schule, Gasthaus und Kirche am Marktplatz wahrscheinlich die vollkommenste. Die Gartenstadt Marga ist in den Jahren 1907 bis 1915 als Wohnsiedlung der Ilse Bergbau AG errichtet worden. Architekt der 78 Häuser mit 15 verschiedenen Haustypen war der Dresdener Georg Heinsius von Mayenburg. Die Siedlung bekam den Namen der mit 19 Jahren verstorbenen Tochter des damaligen Ilse-Generaldirektors Gottlob Schumann. Die Verbindung von Grube, Fabrik mit den leer stehenden und damit unbequemen Denkmalen Kraftzentrale und Waschkaue und das Leben in der Werkssiedlung sind in der Ausstellung mit beeindruckenden Zeitzeugnissen dargestellt.

Dauerausstellung in der

Gartenstadt Marga in Brieske

Sonnabend, 23., und Sonntag, 24. April, jeweils 14 bis 17 Uhr