(sam) Mit einem ganz besonderen Ereignis haben sich die Bewohner aus Tettau auf die im nächsten Jahr bevorstehende 800-Jahr-Feier eingestimmt. Mit drei Hammerschlägen hat Pfarrer Thomas Brilla im Tettauer Kulturgarten eine Festglocke aus Stahlguss geweiht und erstmals zum Klingen gebracht. Dabei hatte die 1947 in der Glockengießerei Voß bei Berlin gegossene Nachkriegsglocke nie den Weg in ein Gotteshaus gefunden. „Der Vater von Joachim Wachtel, Richard Wachtel, hat diese Glocke auf seinem Hof verwahrt. Viele Einwohner wussten davon“, sagt Festkomiteemitglied Reiner Lesche. Die Glocken-Geschichte ist indes ungewiss. Entweder wurde sie kaputt geliefert oder sie ist beim Aufstellen kaputt gegangen. Klar ist nur, dass 1952 für 514 Mark eine neue Glocke gekauft wurde. Der Glockenstuhl wurde nach historischem Vorbild des Spritzenhauses nachgebaut und erhält in naher Zukunft noch ein Dach aus Biberschwänzen und eine Info-Tafel zur Glockengeschichte.