Vor allem bei Regen und Eisglätte sei dieser Abschnitt der Dorfstraße gefährlich. Tempo 30 wird gewünscht. Doch Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD) hat den Bürgern erklärt, es gebe kaum Hoffnung, dies genehmigt zu bekommen. Die Vorschriften seien streng. Die Stadt Senftenberg habe allein zwei Jahre dafür ackern müssen, den im Bereich des Sanierungsgebietes der Altstadt mit Kopfsteinpflaster versehenen Steindamm als Tempo-30-Zone ausgewiesen zu bekommen. „Dort ist es bei nasskaltem Wetter sehr rutschig“, erklärte Andreas Fredrich während des jüngsten Bürgerspazierganges in Niemtsch. Um die gedrosselte Geschwindigkeit zu erreichen, musste die Stadt ein Lärmschutzgutachten erstellen lassen. Erst damit seien das hohe Verkehrsaufkommen und die daraus resultierenden Belastungen nachzuweisen und das 30er-Schild zu rechtfertigen gewesen. „Für Niemtsch sehe ich wenig Chancen“, schätzt Fredrich ein.

Die Anwohner verweisen darauf, dass in vielen Gemeinden des Amtes Ortrand 30er-Zonen normal sind. Zudem herrscht zwischen Peickwitz und Niemtsch am See ein reger Radfahrer-Verkehr.