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Für Brandfall gewappnet

Senftenberg/Cottbus. Die Johanniter gehen davon aus, dass auch in Brandenburg die Rauchwarnmelderpflicht greifen wird. Auf diese neuen Anforderungen reagieren sie mit der Qualifikation von Mitarbeitern. red/pos

Als "Geprüfte Fachkraft für Rauchwarnmelder nach DIN 14676" können sich jetzt drei Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe des Regionalverbandes Südbrandenburg bezeichnen. Mit der Qualifikation und der abschließenden Prüfung haben Sybille Kloss, Ute Backoff und Stefan Held das Wissen für die Planung, den Einbau und die Instandhaltung von Rauchwarnmeldern in Wohnungen, Wohnhäusern und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung erworben und nachgewiesen.

Rauchwarnmelder dienen als Frühwarnsystem dem Schutz von Personen - gerade dann, wenn diese schlafen. Bei früher Alarmierung durch Rauchwarnmelder können Leben gerettet werden, da im Brandfall aufgrund toxischer Rauchgase in kürzester Zeit Lebensgefahr besteht, so Andreas Berger-Winkler, Sprecher der Südbrandenburger Johanniter. Hauptursache der Todesfälle bei Wohnungsbränden sei der Erstickungstod infolge einer Rauchvergiftung. In 13 Bundesländern hat der Gesetzgeber bereits mit einer Rauchwarnmelderpflicht reagiert. In Brandenburg, Berlin und Sachsen sei eine Gesetzgebung dazu in Arbeit, denn langjährige Aufklärungskampagnen hätten nicht zur erhofften Steigerung der installierten Rauchwarnmelder in Wohnungen geführt.

Die Johanniter hätten zeitig mit entsprechender Technologie und nun auch mit der Qualifikation der Mitarbeiter auf diese Anforderungen reagiert. "In Kombination mit dem Johanniter-Hausnotruf kann der Rauchwarnmelder eine Rauchentwicklung sofort an die Hausnotrufzentrale senden und der Alarm so noch sicherer und schneller nachverfolgt werden als beim handelsüblichen Rauchwarnmelder mit akustischem Signal. So wird frühzeitig auf eine Rauchentwicklung reagiert, auch wenn die Bewohner selbst nicht zu Hause sind", sagt Andreas Berger-Winkler. Durch die Ausbildung zur Fachkraft könnten die Mitarbeiter nun die fachlichen Anforderungen der Wohnform und der baulichen Gegebenheiten berücksichtigen.