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Fünf Helfer vom Tschernobyl-Verein sind in Belarus

Arnsdorf/Großkmehlen. 30 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl weilen derzeit fünf Mitglieder des Tschernobylkinder-Hilfevereins Großkmehlen in Belarus. Warum Belarus? Das Unglück war doch in der Ukraine? Hubert Pfennig, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, erklärt: Ja, das Atomkraftwerk steht nur zehn Kilometer von der weißrussischen Grenze entfernt. Kathleen Weser

Durch die Hauptwindrichtung wurden aber gewaltige radioaktive Emissionen freigesetzt, die zuallererst Belarus erreichten und es zu fast 24 Prozent der Gesamtfläche des Landes verstrahlten. Noch heute und über viele weitere Generationen hinweg bleiben insbesondere die Böden, also Feld und Wald, kontaminiert. Diese sind aber für die Bevölkerung des Landes die Ernährungsgrundlage. Um existieren zu können, wird hier angebaut und geerntet. Das ist ein zumindest sehr bedenklicher Kreislauf. Die Tiere fressen das Futter und sind auch Nahrungsgrundlage. Milch, Eier, Mehl sind eben durch die Strahlung belastet. Nur den Menschen in Belarus bleibt nichts anderes übrig. Sie haben nur wenig Geld, um einkaufen zu können. Und die Preise für Lebensmittel sind förmlich explodiert. "Für unseren Verein ist es deshalb oberstes Gebot, den leidgeprüften Menschen dort in vielfältiger Weise noch immer zu helfen", erklärt Hubert Pfennig. Ob durch Paketaktionen oder die Kinderferiengestaltung für weißrussische Kinder jeweils vier Wochen im Sommer in unserer Region. Auch die Reise über die Osterfeiertage zu den Kindern und deren Familien in Neglubka und Paritschi, Region Gomel, gehört dazu.

Bei unsere Gastgeber wie auch bei uns selbst ist die Freude auf das Wiedersehen sehr groß. "Wir werden uns aktuell vor Ort informieren, wie und womit wir optimal weitere Hilfe organisieren können", so Pfennig weiter. Kontakte zum Verein: Telefon 035755 375 oder 035752 2198