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Wahl
Fünf Einzelbewerber treten an

Lauchhammer. Wahlausschuss Lauchhammer lässt die Kandidaten zur Bürgermeisterwahl zu.

Fünf Männer beabsichtigen, in das Rathaus Lauchhammer einzuziehen. Als hauptberuflicher Bürgermeister. Natürlich ist der Platz an der Stadtspitze und im Chefsessel auch dieser Verwaltung keinesfalls teilbar. Ein kurzer, aber wohl kaum so gemütlicher Wahlkampf wie in diesem Herbst konkurrenzlos in Großräschen kündigt sich an.

Der Wahlausschuss der Stadt Lauchhammer hat am Dienstagabend über die eingereichten Wahlvorschläge entschieden. Ein Novum innerhalb der Stadtgrenzen und in der Region: Das Parteibuch bleibt, so vorhanden, in der Tasche. Denn alle Kandidaten stellen sich der Wahl kurz nach dem Jahreswechsel ausschließlich als Einzelbewerber.

Amtsinhaber Roland Pohlenz (parteilos) hat bereits angekündigt, seine Arbeit fortsetzen zu wollen. Den Rücken stärken dem aktuellen Stadtoberhaupt erklärt die Ortsverbände der Christdemokraten, die Sozialdemokraten und die Unabhängige Bürgervertretung. Zum Urnengang seiner nun endenden Wahlperiode war ihm auch noch die Unterstützung der Liberalen sicher gewesen. Aus deren Reihen tritt Mitglied Christian Lisk (FDP) zwar nicht in den Ring. Das kommentiert der Lehrer wie folgt: „Die Bürgermeisterwahl ist eine Personenwahl.“ Auch er ist auf die 56  Unterstützungsunterschriften für die Kandidatur als Einzelbewerber angewiesen gewesen - und hat sie erreicht.

Feuerwehrmann Matthias Haarig hat die erforderlichen Unterschriften nicht zusammenbekommen. Dafür haben die Leute für Christian Janke, der im ehrenamtlichen Einsatz ebenfalls den Reihen der freiwilligen Feuerwehr zuzuordnen ist, die Stifte gezückt. Der Mann darf also antreten. Mit Mirko Buhr, dem Marktleiter, ist ein Arbeits-Lauchhammeraner aus Wormlage als Einzelbewerber für den Stimmzettel bestätigt. Thomas Gürtler (NPD) hat seine Bewerbung zuerst eingereicht. Auch für diese hat der Wahlausschuss nach Recht und Gesetz den Weg zur Abstimmung frei gemacht.

An die Wahlurnen werden die Bürger in Lauchhammer am 7. Januar gerufen. Die Voraussetzungen für die pünktliche amtliche Bekanntmachung hat der Wahlausschuss unter Vorsitz der Wahlleiterin Andrea Mende sofort geschaffen. Mit sieben Unterschriften.