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| 02:47 Uhr

Freileitungs-Neubau kommt jetzt weiter in Fahrt

In der Lausitz wird immer mehr Strom durch Windenergie produziert und ins Netz eingespeist. Mitnetz baut deshalb neue Leitungen zwischen Großrä schen, Freienhufen (Bild), Schwarzheide und Finsterwalde.
In der Lausitz wird immer mehr Strom durch Windenergie produziert und ins Netz eingespeist. Mitnetz baut deshalb neue Leitungen zwischen Großrä schen, Freienhufen (Bild), Schwarzheide und Finsterwalde. FOTO: Augustin
Großräschen. (jag) Die Planungen für den Ersatzneubau von zwei Hochspannungs-Freileitungen zwischen Großräschen, Schwarzheide und Finsterwalde haben Fahrt aufgenommen. Das bestätigt Maik Sawitzki, Leiter Hochspannung bei der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom (Mitnetz), auf Nachfrage.

Grund für den Neubau sei die steigende Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien. Mit den neuen Leitungen werde sich die Übertragungsfähigkeit mehr als verdoppeln - von derzeit 610 Ampere auf 1360, erläutert Sawitzki. Die wuchtigen Horizontalmasten sollen durch schlankere Tannenbaummasten ersetzt werden. Insgesamt geht Mitnetz für das Projekt, das drei Planfeststellungsverfahren durchlaufen muss, von einem Kostenvolumen von 26 Millionen Euro aus.

Baustart für den Abschnitt von Freienhufen nach Finsterwalde ist voraussichtlich Ende März, Anfang April dieses Jahres, kündigt Sawitzki an. Anfang des kommenden Jahres soll mit dem Bau zwischen Freienhufen und Schwarzheide begonnen werden. Die knapp 15 Kilometer lange Leitung soll zu 90 Prozent entlang der alten Trasse verlaufen.

Etwa Mitte kommenden Jahres beginnt dann der wohl aufwendigste Teil des Neubaus. Mitnetz will die Hochspannungs-Freileitung, die durch Großräschen führt, abreißen. Künftig soll die Leitung nicht mehr durch das Stadtgebiet führen, sondern nördlich an Großräschen vorbei, entlang einer ehemaligen Baggertrasse, erklärt der Stromexperte Maik Sawitzki. Allerdings müsse hierfür noch mit Grundstücks-Eigentümer verhandelt werden.

Fertiggestellt sein soll das Lausitzer Großprojekt etwa Ende 2019. "Wir sind im Zeitplan", sagt Maik Sawitzki.