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| 15:12 Uhr

Große Welle um kostenloses Ticket
Streit um freien Eintritt ins Freibad Großräschen

 Letzte Handgriffe vor dem Saisonstart im Freibad Großräschen: Schwimmmeister Uwe Schwingeweitzen bringt den Beckenbodensauger in Position.
Letzte Handgriffe vor dem Saisonstart im Freibad Großräschen: Schwimmmeister Uwe Schwingeweitzen bringt den Beckenbodensauger in Position. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE
Großräschen. Das Freibad Großräschen ist startklar für die nächste Saison. Ein Antrag auf freien Eintritt für Kinder hat in der Stadtverordnetenversammlung allerdings für einen heftigen Streit gesorgt. Von Andrea Budich

Wasser marsch! Die drei Becken sind gefüllt, die Bahnen frei, die Wasserqualität stimmt, an der Temperatur von 15 Grad kann die Sonne bis zur Eröffnung am Sonnabend noch etwas arbeiten. Ansonsten aber ist Großräschens Schwimmmeister Uwe Schwingeweitzen startklar für die Saison 2019. Am Samstag, 11 Uhr, öffnen sich erstmals die Tore zum Freizeit- und Erholungszentrum der Seestadt.

Eine ziemlich große Welle ist aber bereits vor der Eröffnung des Freibades durch Großräschen geschwappt. Der Streit um freien Eintritt für Kinder hat in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung eine heftige, emotional geführte Debatte ausgelöst.

Freibad Großräschen: Linke stellt Antrag auf freien Eintritt

Das wässrige Problem in Fahrt gebracht hat die Fraktion der Linken mit ihrem Antrag auf freien Eintritt für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr. Mit dem Wegfall des Eintrittsgeldes wollten die Linken das Risiko der illegalen Badenutzung des noch nicht freigegebenen Großräschener Sees für Kinder minimieren.

„Wir wollen einen zusätzlichen Anreiz schaffen, ins Freibad zu gehen und nicht verbotenerweise in den See zu springen“, erklärt Fraktionsvorsitzender Axel Rudo.

Weil er mit seinen Fraktionskollegen den Antrag bereits untergehen sah, brachte Rudo sozusagen als letzten Rettungsversuch einen modifizierten Antrag ein. Danach sollten die Eintrittsgelder für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr einheitlich auf 50 Cent reduziert werden.

Parlament gegen freien Eintritt für Freibad Großräschen

Aber auch dieser Vorstoß kam bei den Abgeordnetenkollegen nicht gut an. Wenngleich sich die Seestadt den Komplettverzicht auf die Eintrittsgelder für Kinder in Höhe von bis zu 7000 Euro im Jahr leisten könnte, schmeckte vielen Parlamentariern der Vorschlag nicht.

„Der eine Euro belastet kein Portemonnaie. Was nichts kostet, ist nichts wert“, plädierte Frank Strohmeier (Grüne Liga) für den Erhalt der bestehenden Entgeltordnung. Selbige bleibt damit in der am Samstag beginnenden neuen Freibad-Saison wie bisher gültig. Kinder bis 14 Jahre zahlen danach wie eh und je einen Euro Eintritt.

 Letzte Handgriffe vor dem Saisonstart im Freibad Großräschen: Schwimmmeister Uwe Schwingeweitzen bringt den Beckenbodensauger in Position.
Letzte Handgriffe vor dem Saisonstart im Freibad Großräschen: Schwimmmeister Uwe Schwingeweitzen bringt den Beckenbodensauger in Position. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE