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Waldwege Frauendorf
Frauendorf saniert weiteren Waldweg

Die Frauendorfer lassen ihren Waldweg auf Vordermann bringen.
Die Frauendorfer lassen ihren Waldweg auf Vordermann bringen. FOTO: Mirko Sattler
Frauendorf. Die Gemeinde Frauendorf will in diesem Jahr einen 2,5 Kilometer langen Waldweg in Ordnung bringen. Andere Waldwege im Amt Ortrand lassen dagegen zu wünschen übrig. Von Torsten Richter-Zippack

Frauendorf ist im Amt  Ortrand die Gemeinde mit dem größten Waldreichtum. Kein Wunder, reichen doch die Fluren quer durch die Ruhlander Heide bis an die Schwarze Elster. Mit zahlreichen reparaturbedürftigen  Waldwegen kämpft die Kommune deshalb auch. Diese dienen Wanderern und Radtouristen ebenso wie sie für die Holzernte und die Feuerwehr in Schuss sein müssen.

Die Frauendorfer wagen sich bereits seit mehreren Jahren an die Sanierung besonders wichtiger Wegeverbindungen. In diesem Jahr steht nun der „Graf-Lipsa-Weg“ im Fokus. Der soll auf einer Länge von zweieinhalb Kilometern in einen ordentlichen Zustand versetzt werden, kündigt Bürgermeister Mirko Friedrich an. Die Trasse führt vom Feuerwachtturm unweit der Brunnentrasse zur Bärhausstraße, die Frauendorf mit Lauchhammer-Süd verbindet. Revierförster Carsten Heinze rechnet mit einem Baubeginn nicht vor Herbst. „Wir müssen die Brut- und Setzzeiten der Tiere beachten“, erklärt er. Inzwischen konnten dadurch schon mehrere Waldwege in der Region Ortrand auf Vordermann gebracht werden. Dazu gehören unter anderen die Verbindungen zwischen Lindenau und Frauendorf sowie in der Nähe von Tettau. Laut Amtsdirektor Kersten Sickert deckt die Förderung so gut wie alle Kosten ab. Asphaltiert würden die Wege allerdings nicht. Stattdessen erfolge eine Instandsetzung mit Naturschotter.

Das Hauptargument für die Wegesanierung ist ganz klar die Feuerwehr. Wenn es brennt, müssen die Kameraden auf vernünftigen Wegen möglichst nahe an die Brandstelle heranfahren können. Im vergangenen Jahr war es laut Carsten Heinze in seinem Revier zu zwei Zündungen gekommen. 

Die Frauendorfer Gemeindevertreter beklagen trotz der Sanierungsvorhaben den teilweise miserable Zustand weiterer Waldwege.  „Hauptverursache ist die Holzernte mit schweren Maschinen“, bringt Mirko Friedrich das Problem auf den Punkt. Inzwischen brauche man für diverse Wege eher einen Traktor statt ein Fahrrad, um vorwärts zu kommen. „Wir benötigen konkrete Ansprechpartner, um die Verantwortlichen ermitteln zu können“, so der Bürgermeister weiter. Dies gestalte sich in der Regel aber als ziemlich schwierig und zeitaufwändig.

Kersten Sickert rät indes, mit den Holzabfuhrfirmen das Gespräch zu suchen. Damit habe man im Amt gute Erfahrungen. „Die Unternehmen fahren mit ihren Hobeln in Frühjahr über die Wege, und dann sind diese wieder in Ordnung“, so Sickert. Jetzt bei der Winternässe mache dies jedoch keinen Sinn. Bis März/April müssten sich die Leute schon gedulden.