Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) fördern, junge Talente entdecken und Bildungsträger regional besser vernetzen. Das ist die Idee hinter dem Dr. Hans Riegel-Fachpreis. In diesem Jahr gehört ein Schüler des Schwarzheider Emil-Fischer-Gymnasiums zu den Preisträgern: Felix Kreter hat mit seiner Arbeit über „Allergene Duftstoffe in Duftkerzen“ einen der ersten Preise im Fach Chemie gewonnen. Unterstützt wurde er dabei von seiner Lehrerin Elke Gutsch.
Das Thema hat Felix Kreter selbst gewählt. Neben seiner Lehrerin fand er auch Hilfe bei Anne Hellwig. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Lebensmittelchemie der Technischen Universität (TU) Dresden. Damit ist eines der Ziele des Fachpreises erfüllt: Hochschulen besser mit den Schulen zu vernetzen. Profitieren sollen davon beide Seiten. Universitäten können sich einen Überblick verschaffen, wie gut die Vorbildung der Schüler und künftigen Studenten ist. Schüler hingegen können ausloten, wo ihre Interessen liegen und wie sie sie am besten verfolgen.

Dr. Hans Riegel-Fachpreis ist 600 Euro wert

Für seine Seminararbeit war Felix Kreter eine Woche lang Praktikant an der Fakultät für Chemie und Lebensmittelchemie der TU Dresden. Dafür nutzte er die Kursfahrt der Jahrgangsstufe 11. Sein Einsatz wurde durch die Dr. Hans Riegel-Stiftung belohnt: Genauso wie drei Schülerinnen aus Bayern erhielt er jetzt einen der ersten Preise im Fach Chemie. Er ist 600 Euro wert. Und auch das Emil-Fischer-Gymnasium profitiert von seinem schlauen Schüler. Es erhält einen Sachpreis im Wert von 250 Euro.

Jedes Jahr erhalten etwa 300 Schüler aus Deutschland und Österreich einen Dr. Hans Riegel-Fachpreis. Ausgezeichnet werden Projekte aus den Bereichen Biologie, Chemie, Geografie, Informatik, Mathematik und Physik. Bewertet wird jeder Fachbereich von einer unabhängigen Jury. Teilnehmen können Schüler der Oberstufe. Ihre Schulen müssen sich im Zuständigkeitsbereich einer der 21 Partner-Universitäten des Fachpreises befinden. In Deutschland unterstützen 15 Universitäten die Vergabe der Fachpreise, in Österreich sechs. Dazu gehören in Brandenburg und Sachsen die Universität Potsdam und die TU Dresden.