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| 01:51 Uhr

Förderverein will IBA-Erbe schnell nutzbar machen

Großräschen. Der Verein „IBA Studierhaus Fürst-Pückler-Land“ will das Erbe der Internationalen Bauausstellung (IBA) in der Lausitz schnell verfügbar machen. Deshalb geht der gemeinnützige Verein jetzt mit voller Kraft in die Spenden-Akquise, sagt sein Vorsitzender Prof. Rolf Kuhn. Der Förderverein will in Großräschen auch weiterhin Zukunft gestalten und trifft dabei bereits auf mehr wissensdurstige Studenten, als ihm derzeit schon lieb sein können. Von Kathleen Weser

Das Beamtenwohnhaus, bisher Geschäftssitz der IBA und nunmehr Wissensspeicher für Forscher, soll noch in diesem Jahr für weitere Übernachtungsgäste flott gemacht werden. "Die Stadt Großräschen hat den Bauantrag gestellt", erklärt Rolf Kuhn. Die bürokratischen Hürden schätzt er als schnell zu nehmen ein. Denn das Gebäude hat zwei Treppenaufgänge, sodass der geforderte zweite Fluchtweg vorhanden ist.

Bettenkapazität wird erhöht

"Das Haus ist gut geeignet für das Arbeiten und Übernachten", sagt Kuhn. Deshalb sei der Verein sehr optimistisch, die sechs bereits vorhandenen Herbergeplätze kurzfristig auf 20 erhöhen zu können. "Dies wäre dann ausreichend, um im nächsten Jahr auch selbst aktiv um Studenten, die hier arbeiten wollen, werben zu können", erklärt der Vorsitzende. Ab Mitte des Jahres 2013, gegen Ende der Liquidationszeit der IBA, werden auch in der zweiten Etage des Beamtenhauses an der Seepromenade zum Ilse See weitere Räume für Übernachtungsgäste geschaffen.

Schicke Baumhäuser und Steg

Angehende Architekten und Stadtplaner aus Weimar, Kaiserslautern und Tagesstudenten aus Cottbus haben den noch provisorischen Wissensspeicher schon genutzt. Sehr schöne Ideen für Baumhäuser als Quartiere im Lausitzer Seenland, mobile Herbergen und ein Steg, der die gesamte soziale Infrastruktur eines neuen Campingplatzes aufnimmt, sind entwickelt worden. "Wir werden diese spannenden Studentenarbeiten in einer Ausstellung auf den IBA-Terrassen zeigen", kündigt Rolf Kuhn an.

Der IBA-Vater freut sich darüber, dass die in Deutschland wohl renommierteste und auch international hoch angesehene Rheinisch-Westfaelische Technische Hochschule (RWTH) Aachen in die Lausitz kommen will. Bislang hatten die Kontakte Kuhns die Professoren neugierig auf den Wissensspeicher gemacht. Die Anfrage aus Aachen kam überraschend "und losgelöst von meiner Person", versichert Kuhn. Dies sei ein schönes Zeichen dafür, dass das Interesse am Studierhaus über den Landschaftswandel bereits geweckt ist.