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Energieregion im Lausitzer Seenland
Fördertopf für ländlichen Raum geöffnet

Lauchhammer. Im Fördergebiet der "Energieregion im Lausitzer Seenland" werden in der nunmehr fünften Runde der Förderperiode für die ländliche Entwicklung neue Fördergelder vergeben. "Ein Budget von zwei Millionen Euro steht aktuell bereit", bestätigt Michael Franke, der Regionalmanager der Lokalen Aktionsgruppe (LAG). Kathleen Weser

Die Geschäftsstelle des Vereins ist bei der Wirtschaftsentwicklungs- und Qualifizierungsgesellschaft (Wequa) in Lauchhammer angesiedelt. Bis Ende Februar können nun neue Ideen eingereicht werden, für die allerdings ein "hoher regionaler Mehrwert" nachzuweisen ist. Am stärksten punkten Vorhaben, die Arbeitsplätze sichern und neue Jobs auf dem Lande schaffen. Aber auch die Daseinsfürsorge im ländlichen Raum, also beispielsweise Pflegeeinrichtungen und Nahversorger, punkten.

Ein neuer Trend wird seit diesem Jahr deutlich: Immer mehr private Investoren wagen sich an das aufwendige Förderprogramm mit hohen bürokratischen Hürden. Das ist eine echte Konkurrenz zu den kommunalen Wunschlisten, auf denen nach wie vor noch der Straßenbau steht. Bewusst haben die Vereinsmitglieder das zum Vorteil der Region mit veränderten Bewertungskriterien auch provoziert. Die Städte und Gemeinden bestimmen im Förderverein - der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) - die regionalen Prioritäten zwar maßgeblich mit. Aber auch Unternehmen und Vereine haben ein gewichtiges Wort mitzureden. Die Prioritäten setzt die Region damit vereint selbst. Erst nach dieser lokalen Hürde bestimmen die Behörden - kraft Gesetzes - wieder federführend. Bis zum Jahr 2020 stehen der Förderregion etwa 12,3 Millionen Euro zur Verfügung. Dieses Budget wird über den Zeitraum aufgeteilt.

Alle Informationen zu Verfahren und Auswahlkriterien im Internet unter www.energieregion-seenland.de

Zum Thema:
Das Leader-Programm ist eine Initiative der Europäischen Union. Es heißt "Liaison Entre Actions de Developpement de I'Economie Rurale", zu deutsch Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft. Das Fördergebiet der "Energieregion im Lausitzer Seenland" erfasst den ländlichen Raum des Landkreises Oberspreewald-Lausitz zwischen den Ämtern Altdöbern und Ruhland auf einer Fläche von etwa 728 Quadratkilometern mit 75 000 Einwohnern (103 Einwohner/Quadratkilometer).