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Fördermittelübergabe mit Donnerschlag

Sedlitz.. Ein kräftiger Donnerschlag erschütterte Sedlitz am Donnerstagmittag just in dem Moment, als Bildungsstaatssekretär Martin Gorholt dem Landrat Holger Bartsch die Hand schüttelte und ihm einen Zuwendungsbescheid über 920 700 Euro übergab. Heidrun Seidel

So, als wolle da jemand nachdrücklich sagen: Zum Donnerwetter noch mal, wird ja auch Zeit! Denn: Gewartet haben die Sedlitzer darauf lange genug. Schon 2003 sollten die Millionen vom Land ins Oberstufenzentrum fließen, um die begonnene Sanierung fortsetzen zu können. Immerhin hatten Lehrer und Schüler im August 2002 bereits in die modern und zweckmäßig hergerichtete Schule einziehen können. Nur Sporthalle und Außenanlagen waren nicht mehr zu gebrauchen. Warum dafür die Anschlussfinanzierung nicht kam? „Wir hatten wohl das Versprechen von Steffen Reiche damals zu wörtlich genommen, aber das war noch kein Zuwendungsbescheid“ , sagt der Landrat salomonisch und will - da nun die Summe fließt - weder das Land noch die eigene Behörde in der Schuld sehen.
Doch für die Schule war die lange Wartezeit nicht ohne. „Über 4000 Stunden Sport sind in den drei Jahren ausgefallen“ , berichtet Michael Franke, stellvertretender Schulleiter des OSZ. Die habe man zwar mit anderen Inhalten gefüllt, „aber die Jugend will sich bewegen.“ Um so mehr freut er sich über den Fördermittelbescheid, der diesen Zustand beenden soll. Auch deshalb, weil er an seinem allerletzten Schultag kommt. Franke geht in den Ruhestand, „mit zwei Seelen in der Brust“ , gesteht der engagierte Lehrer, die Schule wird ihm fehlen.
Mit dieser Förderung übernimmt das Bildungsministerium für zehn Jahre die anfallenden Zinsen des vom Landkreis Oberspreewald-Lausitz für die Sanierung aufgenommenen Kredits. „Wir werden so schnell wie möglich beginnen“ , verspricht Bartsch, vermutlich zum Schuljahresanfang. "Den Schülerinnen und Schülern am OSZ werden nach Abschluss der Bauarbeiten mit der erweiterten Sporthalle und den neuen Außenanlagen beste Sportstätten zur Verfügung stehen", sagte Gorholt. Doch nicht nur die 1240 Mädchen und Jungen haben etwas von der sanierten Halle. Ortsbürgermeister Wolfgang Kaiser freut sich für seine Vereine, die voraussichtlich ab Sommer 2006 wieder ein gutes und dichtes Dach über dem Kopf haben werden.