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Fördergelder rollen nach Großräschen und Kostebrau

Großräschen/Kostebrau. Finanzspritzen aus dem europäischen Topf der ländlichen Entwicklung sind angekündigt. Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) wird in der nächsten Woche mit zwei Zuwendungsbescheiden in Großräschen und Kostebrau erwartet. Kathleen Weser

Höchstselbst will er zuerst Bürgermeister Thomas Zenker (SPD) eine Förderung über 174 000 Euro für die Friedhofstraße in der Seestadt überreichen. Insgesamt investiert Großräschen etwa 225 000 Euro.

"Die Friedhofstraße verbindet die Innenstadt mit den nördlichen Siedlungsgebieten. Zudem ist sie mit der Kirche, dem Vereinssportgelände, der freiwilligen Feuerwehr sowie Ärzten und Apotheke ein kulturelles Zentrum von Großräschen", erklärt der Sprecher des Ministeriums, Jens-Uwe Schade.

Die Heizungsanlage des Sport- und des Feuerwehrgebäudes und die Fassade des Sportgebäudes werden energieeffizient erneuert. Die Feuerwehr Nord engagiert sich mit einer Kinder- und Jugendfeuerwehr und ist dafür der zentrale Anlaufpunkt in der Stadt. Der gemeinnützige Sportverein bietet unter anderem Fußball, Kegeln, Kraftsport, Volleyball und Tennis an. Und Sozialarbeiter, Sportvereine und die Schulen arbeiten hier gut zusammen.

Die Mehrzweckhäuser in Kostebrau nimmt der Minister ebenfalls in Augenschein. Bürgermeister Roland Pohlenz (parteilos) wird den Zuwendungsbescheid über etwa 450 000 Euro entgegennehmen. Das Ortsteilzentrum soll barrierefrei und energetisch saniert werden. 691 000 Euro kostet das insgesamt.

Die Gebäudekomplexe der alten Schule und des Kindergartens werden von rührigen Vereinen genutzt. Im Zentrum des gesellschaftlichen Lebens werden soziale Kontakte sowie dörfliche und regionale Traditionen gepflegt. In Eigenregie haben die Vereine die Räume schon renoviert. Im harmonischen Nebeneinander nutzen der Jugend- und der Seniorenclub die ehemaligen Klassenräume im Mehrzweckhaus 1. Die Halle ist das Herzstück des Ortsteilzentrums. Hier findet der ganzjährige Trainingsbetrieb in Tischtennis, Gymnastik und Volleyball statt. Und hier probt auch die Funkengarde des Karnevalsclubs.

Das Mehrzweckhaus 2 nutzen der Kultur- und Heimatverein, der Förderverein Kostebrau und der Ortsbeirat. Die Gebäudehüllen müssen saniert werden. Die Heizungsanlage wird erneuert. Behindertengerechte Zugänge und barrierefreie Sanitäranlagen werden geschaffen.