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| 16:23 Uhr

Update: Verunglückter Landeanflug
Segelflugzeug bei Schwarzheide abgestürzt

Segelflugzeug bei Schwarzheide abgestürzt FOTO: Mirko Sattler
Schwarzheide. Beim Landeanflug ist ein Segelflugzeug am Ostermontag unweit des Flugplatzes Schwarzheide in einen Wald gestürzt. Der Pilot und sein Fluggast sind schwer verletzt worden, aber außer Lebensgefahr. Von Lydia Schauff und Kathleen Weser

Ein Pilot (45) aus Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz), der Ostermontag gegen Mittag auf dem Sonderlandeplatz Schwarzheide mit einem Fluggast zu einem Rundflug gestartet war, ist mit dem Segelflugzeug in ein Waldstück unweit des Flugplatzes gestürzt.

Beide Insassen sind schwer verletzt, aber ansprechbar und außer Lebensgefahr. Das bestätigt Klaus Wonneberger, der Vorsitzende des Aero Clubs Schwarzheide.

Pilot von Segelflugzeug hat sich in Schwarzheide verschätzt

Der Pilot, ein Vereinsmitglied, hatte sich offenbar im Landeanflug verschätzt und bei auffrischendem Wind den Flugplatz nicht mehr erreicht. Ein Technikversagen sei unwahrscheinlich.

Die genaue Absturzursache wird, wie in jedem Unglücksfall, von Experten des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung untersucht. Das Segelflugzeug mit den zwei Insassen war gegen 12.30 Uhr in ein Waldstück zwischen zwei Solarfeldern gestürzt. Das hat Ralph Meier, Sprecher der Polizeidirektion Süd, auf RUNDSCHAU-Nachfrage bestätigt.

Die Wetterbedingungen sind am gesamten Osterwochenende ideal für das Segelfliegen gewesen, sagt Klaus Wonneberger. Viele Piloten haben das genutzt.

Unfallort zwei Kilometer vom Flugplatz Schwarzheide entfernt

Der Unfall ereignete sich rund zwei Kilometer vom Flugplatz Schwarzheide/Schipkau entfernt, in der Nähe der Kostebrauer Straße. 12.25 ging der Notruf bei der Rettungsleitstelle in Cottbus ein. Wie der Lagedienstleiter informiert, war es für die Kameraden der Feuerwehr nicht ganz einfach, die Unfallstelle im Waldstück zu finden.

Wie die Polizei informiert, wurde der 45-jährige Pilot mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Dresden geflogen. Auch die 45-jährige Co-Pilotin wurde verletzt und in anderes Krankenhaus nach Dresden gebracht.

Deutsche Flugsicherung in Schwarzheide erwartet

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) wird am Unglücksort noch erwartet.

„Alle sicherheitsrelevanten Ereignisse sowie alle potenziell die Sicherheit des Luftverkehrs gefährdende Vorfälle in der DFS müssen an das Sicherheitsmanagement der Bereiche Center oder Tower gemeldet werden. Sie alle werden von den Experten des Bereichssicherheitsmanagements und des Unternehmenssicherheitsmanagements untersucht.“ Zu so einem sicherheitsrelevanten Ereignis zählt auch der Flugunfall, wie er sich bei Schwarzheide ereignet hat.

Segelflugzeug bei Schwarzheide abgestürzt FOTO: Mirko Sattler