| 02:54 Uhr

Flüchtlings-Wohnungen fast bezugsfertig

Mit dem Zusammenschrauben der letzten Schränke ist Lothar Weniger vom Sozialwerk Horizont Lauchhammer beschäftigt. Sämtliches Mobilar vom Kinderbettchen bis zum Kleiderschrank und der Geschirrspüle hat er mit seinen Kollegen aufgebaut und eingeräumt.
Mit dem Zusammenschrauben der letzten Schränke ist Lothar Weniger vom Sozialwerk Horizont Lauchhammer beschäftigt. Sämtliches Mobilar vom Kinderbettchen bis zum Kleiderschrank und der Geschirrspüle hat er mit seinen Kollegen aufgebaut und eingeräumt. FOTO: Andrea Budich
Schipkau. Der zweite Eingang des Schipkauer Abriss-Wohnblocks in der Rosa-Luxemburg-Straße wird noch in dieser Woche fertig möbliert von der Klinikum Campus Service GmbH an den Landkreis übergeben. In den insgesamt zehn Wohnungen finden 54 Flüchtlinge ein neues Zuhause auf Zeit. Andrea Budich

Wann sie genau einziehen, entscheide der Landkreis nach der Übergabe, informiert die Leiterin des Kreissozialamtes, Erika Körner. "Im April ist jedoch mit Sicherheit davon auszugehen", erklärt sie. Zugleich tritt sie Befürchtungen der Schipkauer entgegen, dass bei anhaltendem Bedarf weitere Eingänge des Blocks als Flüchtlings-Unterkünfte flott gemacht werden. "Das ist nicht beabsichtigt und auch kein Bestandteil des kreislichen Unterbringungskonzeptes", betont sie.

Den zweiten Eingang des KWG-Blocks so schnell bezugsfertig zu machen, war aufgrund der Kürze der Zeit eine Herausforderung. Dabei habe sich die gute Kooperation mit dem Klinikum Niederlausitz und seiner Gesellschaften Klinikum Campus GmbH und Klinikum Campus Service GmbH erneut bewährt. Schon beim Flottmachen und Einrichten der Wohnungen im ersten Eingang unmittelbar vor Weihnachten hatten die Klinikum-Mitarbeiter die Kreisverwaltung tatkräftig in Eigeninitiative unterstützt. "Für diese Hilfsbereitschaft sind wir sehr dankbar", unterstreicht die Leiterin des Kreissozialamtes, wie wichtig die Hilfe für den Kreis ist.

Zu den Helfern vor Ort gehört Cliff Freywald. Der technische Leiter der Klinikum Campus Service GmbH hat am Dienstag die letzten Arbeiten koordiniert, damit der Übergabe zum Wochenende nichts mehr im Wege steht. Alle Betten sind inzwischen aufgebaut, die Lampen hängen, die Schränke werden noch eingeräumt. Das provisorische Lager im Erdgeschoss mit Bettzeug, Handtüchern, Töpfen, Besteck und Kinderspielzeug leert sich zusehends.

Dass das kommunale Krankenhaus den Landkreis dabei unterstützt, ist für Klinikchef Hendrik Karpinski eine Selbstverständlichkeit. "Als Krankenhaus ist es unsere Kernkompetenz, Menschen mit Erkrankungen und in problematischen Lebenslagen zu behandeln und Angehörige in schwierigen Situationen zu begleiten. Daher halten wir es für unsere Pflicht, Menschen in Not zu helfen", so Hendrik Karpinski.