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| 10:39 Uhr

Flüchtlings-Hilfe-Portal geht jetzt auch im OSL-Kreis online

Daniel Wetzel stellt in Senftenberg das Flüchtlings-Hilfe-Portal vor.
Daniel Wetzel stellt in Senftenberg das Flüchtlings-Hilfe-Portal vor. FOTO: Jan Augustin
Senftenberg. Das Flüchtlings-Hilfe-Portal www.helpto.de ist seit Freitag auch für den Oberspreewald-Lausitz-Kreis freigeschalten. Unter osl.helpto.de können die verschiedensten Angebote oder Gesuche eingestellt werden. Jan Augustin

Wer etwas für Flüchtlinge machen will und nicht weiß, wie er das mitteilen soll, kann das ab sofort unkompliziert tun. "Das Internetportal osl.helpto.de soll Flüchtlinge, Initiativen, engagierte Bürger, Organisationen, Unternehmen und Kommunen zusammenbringen", erklärt Projektkoordinator Daniel Wetzel am Freitag im Senftenberger Landratsamt. Auf Help-To könne man sich aktiv in die Hilfe einbringen, egal ob es sich um Sachspenden, ehrenamtliches Engagement oder die Vermittlung von Arbeit oder Wohnungen handelt. Die Idee für das Angebot sei im Mai dieses Jahres geboren worden. Seitdem verbreitet sich das Angebot in Brandenburg und anderen Bundesländern. Die Stadt Cottbus sowie die Landkreise Spree-Neiße und Dahme-Spreewald sind schon dabei. Nun auch Oberspreewald-Lausitz. "Natürlich wollen wir da gern mitmachen. Da mussten wir uns nicht lange überreden lassen", sagt Sozialdezernent Alexander Erbert (CDU). Der Kreis werde die Plattform unterstützen. Auf der eigenen Homepage soll die Seite zum Beispiel verlinkt werden. Auch sonst werde man versuchen, das Portal ins Gespräch zu bringen und so bekannter zu machen. Dass der Bedarf vorhanden ist, bestätigt die Integrationsbeauftragte des Landkreises, Kathrin Tupaj. "Ich finde das eine sehr gute Sache", sagt sie. Mehrere Initiativen hätten bereits versucht, Internetseiten mit Vernetzungs-Charakter zu erstellen. Sie seien dann aber an ihre finanziellen Grenzen gestoßen. Als geeignet bewertet auch Mohammad Al Hamwi das Angebot. Der 24-jährige Syrer ist selbst Flüchtling. Seit vier Monaten wohnt er in Klettwitz auf dem Familien-Campus. Bei dem Termin im Landratsamt machte er einen Verbesserungsvorschlag und bat zugleich seine Hilfe an. Die Seite könne von ihm auch ins Arabische übersetzt werden. Gerade für die Neuankömmlinge, die noch kein Deutsch verstehen, sei das wichtig. "Wir sind froh, dass das die ersten Asylbewerber mitnutzen", findet Projektkoordniator Daniel Wetzel.