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Fleißige Hände für attraktive Stadt

An der Europaschule in Lauchhammer haben sich die 6. Klassen an der Aktion beteiligt und das Schulumfeld gesäubert.
An der Europaschule in Lauchhammer haben sich die 6. Klassen an der Aktion beteiligt und das Schulumfeld gesäubert. FOTO: Sattler/sam1
Lauchhammer. Seit dem Jahr 2002 beteiligt sich die Stadt Lauchhammer an der 48-Stunden-Aktion der brandenburgischen Landjugend. In diesem Jahr konnte die Stadtverwaltung zehn Projekte melden. Damit ist Lauchhammer die einzige Stadt im Landkreis, die sich laut Landjugend an der Aktion beteiligt. Mirko Sattler / sam1

Egal, ob Gartenarbeit, Reparaturen oder Reinigung - in vielen Teilen der Stadt wird an diesem Wochenende während der 48-Stunden-Aktion Hand angelegt. Entsprechend der Liste der Stadtverwaltung waren gleich vier Projekte schon am Freitagnachmittag gestartet.

Zum dritten Mal ist die Europaschule mit dabei. "Bei uns sind es vorwiegend die 6. Klassen, die sich an der Aktion beteiligen. Diesmal sind von unseren 251 Schülern 48 mit dabei", verrät Schulleiterin Undine Krahl-Koch.

Während sich die meisten Schüler das erste Mal beteiligen, ist Justin erneut dabei. "Das hier ist besser als lernen, obwohl es auch wiederum nicht allzu viel Spaß macht. Wer räumt schon gern den Müll anderer weg", sagt der 13-Jährige. Er füllt mit seinem Freund Payci Müllbeutel um Müllbeutel. "Wir haben heute schon den dritten Sack mit Laub, Gras und Erde gefüllt", erzählt der elfjährige Payci.

Während der zwei bis drei Aufräumstunden an der Europaschule, werden Rabatten gesäubert, gesponserte Blumen gepflanzt und der zugewachsene Verkehrsgarten gepflegt. Diese Aufgabe übernimmt Romeo mit seinen Kumpels unter tatkräftiger Hilfe des Hausmeisters Lutz Pollmann. "Wir finden diese Aktion richtig gut. Im Verkehrsgarten, den wir für die 4. Klassen wieder herrichten, entfernen wir Laub und Äste", erzählt der elfjährige Romeo.

Im Mehrgenerationenhaus (MGH) sind vor allem die Frauen der Kooperationsanstiftung mit dem Aufräumen beschäftigt. "Von Anfang an sind wir mit dabei. Es ist für uns ein guter Anlass, etwas fürs Umfeld zu tun. Wenn wir es heute nicht machen, würde es liegen bleiben", sagt MGH-Koordinatorin Carola Werner.

Dass es immer wieder dieselben Leute sind, die sich an dieser Aktion beteiligen, findet Carola Werner nicht gut: "Wir haben acht Mieter im Haus. Doch an solchen Säuberungsaktionen nehmen immer dieselben Leute teil. Das ist traurig." Für jene, die den Weg nach ihrer Arbeit ins MGH gefunden haben, gibt es leckeren Erdbeerkuchen.

Die meisten Projekte werden in der Stadt Lauchhammer am heutigen Sonnabend in Angriff genommen. So möchte unter anderem der Real Music Club sein Schuppendach nach einem Sturmschaden reparieren, die Kita "Bambi" in Grünewalde eine neue Rasenfläche anlegen und der Traditionsverein Braunkohle zusammen mit der Bioturm Lauchhammer gGmbH die Relikte im Reliktepark vor Witterungseinflüssen konservieren.

Auf diese und andere Weise wird Lauchhammer innerhalb von 48 Stunden noch ein wenig schöner gemacht.