Zum 24. Bauern- und Pferdemarkt am Sonnabend in Arnsdorf scheint die Sonne so erbarmungslos auf die trockene Festwiese, dass sich nur sieben Kutscher mit ihren Pferden an den Start wagen. Chef-Organisator Armin Dausel nimmt das gelassen hin. "Dafür muss jeder Veranstalter Verständnis haben", sagt er. Karl-Ernst Dausel tritt wie immer an. "Ich mache schon seit Jahren mit. Bisher bin ich immer im guten Mittelfeld gelandet, denn ich bin nur ein durchschnittlicher Fahrer, kein Profi", schickt er voraus. "Heute lasse ich es gemütlich angehen", sagt der 61-Jährige. Die Pferde Max und Moritz werden von Dausel und seinem Neffen Tino in guten 3,28 Minuten durch den Parcours gelenkt. Etwas schneller ist dann Daniel Konopke. "Wir fahren schon auf diversen Veranstaltungen mit. Von Arnsdorf haben wir über einen Kumpel erfahren, der hat uns neugierig gemacht", erzählt der 43-Jährige aus Fehrow im Spreewald. Mit 2,18 Minuten hat sein Gespann den Kurs mit 13 Hindernissen als eines der Besten gemeistert. Zwar in einer anderen Kategorie startend, aber dennoch schneller als der Fehrow er ist Steven Kirkerwicz mit seinen Ponys. Gut 14 Sekunden früher kommt der Fleißdorfer ins Ziel. Und beide Spitzenfahrer absolvieren den Parcours am Ende auch noch vierspännig.

Am traditionellen Kutschenwettstreit wollen die Arnsdorfer auch weiter festhalten, obwohl es immer schwerer wird. "Es gibt immer weniger Leute im Landkreis, die sich mit kleinbäuerlicher Landwirtschaft beschäftigen", bestätigt Armin Dausel. "Die Organisation kostet viel Zeit und Kraft. Wir müssen die Leute alle anschreiben, mit ihnen reden. Viele haben die Zeit einfach nicht mehr", sagt er. Aber die Mühe lohnt.