Angler und Naturfreunde hatten Alarm geschlagen, weil Fische qualvoll ersticken. Das Fanggerät, das durch geglätteten Gleichstrom ein schonendes Abfischen sichert, konnte nicht vorgeordert werden und ist deshalb erst gestern verfügbar gewesen. Am alten Steinwehr hinter Kleinkoschen sind am Nachmittag aus dem vierzig Zentimeter bis 1,60 Meter tiefen Wasserloch vor allem Döbel, Plötzen, Rotfedern und Barsche abgefischt worden. Von heute bis Montag werden die Naturfreunde noch in den tieferen Wasserrinnen tätig. Hier werden auch große Fische vermutet.

Im Kescher ist gestern auch eine Quappe gelandet, die in der Schwarzen Elster höchst selten und nur durch Brutbesatz im Raum Elbe-Elster überhaupt wieder angesiedelt worden ist.

Der Heimatfluss war bei Senftenberg zuletzt vor zwei Jahren, damals allerdings nur witterungsbedingt, so stark trocken gefallen, dass zum Notabfischen gerufen werden musste.