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| 02:44 Uhr

Filterbrand in Eisenhütte gelöscht

Der Brand einer Abluftanlage in der Ortrander Eisenhütte hat mehrere Feuerwehren in der Nacht zum Dienstag gefordert.
Der Brand einer Abluftanlage in der Ortrander Eisenhütte hat mehrere Feuerwehren in der Nacht zum Dienstag gefordert. FOTO: Mirko Sattler/sam1
Ortrand. Eine gewaltige Rauchsäule hat in der Nacht zu gestern über der Ortrander Eisenhütte gestanden. Ein Abluftfilter einer Produktionshalle hatte sich entzündet. Kathleen Weser

Kurz nach Mitternacht hatte die Leitstelle Lausitz die Feuerwehr alarmiert, die zuvor schon im Unfalleinsatz bei Frauwalde gewesen war.

Neun Minuten später ist der erste Löschtrupp vor Ort gewesen. Und hier hat Einsatzleiter Sven Wielk zuerst festgestellt: Alle Arbeiter waren mustergültig aus der Gefahrenzone evakuiert worden und unverletzt. Der erfahrene Feuerwehrmann lobt den umsichtigen Schichtleiter und seine Mannschaft ausdrücklich für das perfekte Handeln in der absoluten Stresssituation.

Dem stark qualmenden Feuer sind die Kameraden mit Schaum zu Leibe berückt. "Löschwasser hätte großen Schaden in der Produktionshalle und an den hier gelagerten Produkten anrichten können", erklärt Sven Wielk. Mit dem gut dosierten Schaumteppich sei den Flammen der Sauerstoff entzogen worden. Von etwa 350 heißen Grad Celsius wurde der Abluftfilter langsam auf die Hälfte der Temperatur abgekühlt und weitgehend vom glühenden Inhalt befreit. Nach vier Stunden und noch etwa 140 Grad am Brandherd konnten die Einsatzkräfte abziehen und der Brandwache der Hütte die Kontrolle unter der Auflage, für reichlich Frischluft zu sorgen, überlassen.

Die extreme Rauchentwicklung hatte zunächst den Brand der Halle vermuten lassen. Deshalb waren alle Feuerwehren des Amtes Ortrand und die Kameraden aus Lauchhammer mit der Drehleiter gerufen worden. Da die Löscharbeiten nur unter schwerem Atemschutz zu leisten sind, wurden auch die Ruhlander und die Feuerwehr aus Großthiemig angefordert.

Im schallgeschützt umbauten Bereich eines kameraüberwachten Förderbandes war zuletzt im Oktober in der Eisenhütte ein Feuer ausgebrochen, mit denen im Produktionsprozess bei extrem hohen Temperaturen gerechnet werden muss. Damals waren vier Mitarbeiter bei eigenen Löschversuchen durch den Rauch verletzt worden.