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Filmkulisse Schipkau lockt Hauskäufer nach Annahütte

Schipkaus Kinder sind das beste, was im Film präsentiert werden kann.
Schipkaus Kinder sind das beste, was im Film präsentiert werden kann. FOTO: Budich
Klettwitz. Er füllt keine Kinosäle und ist auch noch nicht für einen Oskar nominiert. Ein Volltreffer ist der Werbefilm über das Leben in der Großgemeinde Schipkau dennoch. Der Film, der seit Februar im Internet läuft, hat Interessenten in die Annahütter Glaswerksiedlung gelockt. Andrea Budich

Schipkau macht als Filmschauplatz von sich reden. Rund ein halbes Jahr nach der Premiere des Image-Films zieht Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) ein überaus positives Fazit der Aktion: "Von allen Seiten hat uns viel Lob erreicht", bestätigt er. Der Film hat sogar ganz konkrete Auswirkungen. Für die denkmalgeschützte Glaswerksiedlung in Annahütte liegen drei weitere feste Nachfragen vor.

Die Idee, Leben und Leute in der Gemeinde Schipkau in einem aussagekräftigen Film zusammenzufassen und einfach Bilder für sich sprechen zu lassen, war im Vorjahr gereift. Als Partner dafür gewann die Gemeinde die Filmemacher Antonius und Beatrix Kersten, die in ihrer Wahlheimat Annahütte sowie in Amsterdam Filmstudios betreiben. "Schon beim Aufbau des Drehbuches und der ersten Sichtung des vorliegenden Filmmaterials zeigte sich, welche Fülle von Motiven sich hier bietet", sagt Filmemacher Antonius Kersten. Es folgten weitere professionelle Dreharbeiten in allen Ortsteilen, bei Festen und Veranstaltungen, in Firmen und öffentlichen Einrichtungen.

Den ersten Roh-Schnitt bekamen Schipkaus Gemeindeväter im November zu sehen. "Angesichts der fulminanten, dichten Aneinanderreihung der Motive waren wir baff vor Erstaunen", zeigt sich der Bürgermeister beeindruckt vom Ergebnis des filmerischen Schaffens zwischen Hörlitz und Drochow. Ähnlich erging es den Abgeordneten der Gemeindevertretung, die den Filmemachern spontanen Applaus zollten.

Der Film war dann ab Jahresbeginn im rasanten Tempo im Gemeindegebiet im Umlauf. Wenig später war der Streifen vielerorts im Internet abrufbar.

Nach einem zusätzlichen Beitrag im Bayrischen Rundfunk setzte auch ein überregionales Feedback ein. In einigen Fällen mündete dies sogar in Investitionsabsichten. "So konnten wir allein in Annahütte drei Interessenten für unsere Glaswerksiedlung binden", bilanziert Klaus Prietzel sichtlich zufrieden. Noch wichtiger ist ihm jedoch der Effekt in der eigenen Einwohnerschaft. "Der künstlerische filmische Blick von außen überraschte uns, macht uns ein bisschen stolz und spornt natürlich an."