Doch bevor der 21. Feuerwehrtag des Amtes Ruhland in den Disziplinen Löschangriff nass und Gruppenstaffette des Feuerwehrwettkampfsportes los ging, kam erst einmal mit großem Tatütata ein neues Einsatzfahrzeug vorgefahren. "Das alte Mannschaftstransportfahrzeug ist in die Jahre gekommen. Die Planungen für dieses Fahrzeug gehen allerdings bis ins Jahr 2012 zurück", so Amtswehrführer Mirko Bierwirsch. Das neue Mannschaftstransportfahrzeug vom Typ Peugeot Boxer mit 110 KW, erfüllt gleich drei Funktionen. "Dieses neue Fahrzeug wird für den Transport von Kameraden einschließlich der Kinder- und Jugendfeuerwehr genutzt, bei Großschadenslagen wird es als Einsatzleitwagen eingesetzt, und zum dritten kann es Material wie Atemschutzgeräte, Schlauche o.ä. an die Einsatzstelle bringen. Stationiert ist es bei den Kameraden in Ruhland. Das alte Fahrzeug wird derzeit aufgearbeitet und geht nach Sella", verriet Mirko Bierwisch weiter. Neben dem neuen Fahrzeug wurde den Kameraden, den Mitgliedern des Amtsausschusses und den Gästen des 21. Amtsfeuerwehrtages auch der neue stellvertretende Amtswehrführer präsentiert. Aus den Händen des Amtsdirektors Roland Adler bekam der Hohenbockaer Ortswehrführer Kay-Uwe Feike die Berufungsurkunde. Gleichzeitig wurde er auf Grund seiner neuen Funktion zum 1. Hauptbrandmeister befördert.

Im sportlichen Teil des Festtages waren durch die gute Kinder-und Jugendarbeit im Amt die Jugendfeuerwehren stark vertreten. Mit insgesamt 19 Mannschaften liefen sie den Erwachsenen mit 15 Mannschaften einschließlich der Frauen den Rang ab.

Ohne großes Training gingen die Frauen des Gastgebers an den Start und holten beim Pokallauf in der Disziplin Löschangriff nass mit 43,58 sek. sen 1. Platz. Beim Pokal des Amtsdirektors mussten sie sich der Löschgruppe Grünewald-Sella und Schwarzbach geschlagen geben.

"Unsere Frauen haben am Abend einmal trocken geübt. Da drei Frauen außerhalb arbeiten, ist es nicht so einfach, regelmäßig zu trainieren", sagte Marita Hausdorf, die die Frauengruppe leitet. Sie selbst ist am Samstagvormittag nicht mit gestartet. "Ich bin vor gut zehn Jahren das letzte Mal bei einem Wettkampf gestartet. Man sollte jüngeren Mädels eher die Chance geben", so die 57-Jährige, die in der Ortsfeuerwehrleitung mitarbeitet.

Seit 42 Jahren ist die Jannowitzerin nun schon in der Feuerwehr organisiert. Dabei war der Weg schon irgendwie vorgezeichnet. "Meine ganze Familie ist in der Wehr. Mein Vater war sogar einmal Wehrleiter", erzählt Marita Hausdorf, bevor sie ihren sieben Mädels, die am Wettkampf starten, nochmals Mut macht.

"Mir macht die Feuerwehr richtig Spaß, obwohl ich die Einzige in meiner Familie bin, die dort organisiert ist", erzählt Claudia Kern. Die 26-jährige Bundeswehrangehörige ist eine der beiden Strahlrohrführerinnen in ihrer Mannschaft. Für sie ist der Wettkampfsport nicht so anstrengend.