Als am Dienstagabend ein Großaufgebot von Feuerwehren für einen Einsatz in die Senftenberger Ackerstraße angefordert wird, läuten nicht nur bei Wehrführer Frank Albin die Alarmglocken in besonderem Maße. „Das bekommt man gleich einen Schrecken“, bestätigt er auf Nachfrage der Lausitzer Rundschau. Im Sommer 2018 ist es in der Ackerstraße zu zwei Großbränden im Reifenlager gekommen. Der Einsatzort am Dienstagabend liegt nur wenige Meter entfernt. Gebrannt aber hat es im Keller eines leerstehender Häuserblockes. Und das Feuer kann, anders als damals im Reifenlager, zügig gelöscht werden.

Massives Müll-Problem auf Senftenberger Grundstück

Der Einsatz ist dennoch nicht ganz unkompliziert, bestätigt der Feuerwehrchef. Denn das Haus, das sich im privaten Eigentum befindet, und das dazugehörige Grundstück sind massiv vermüllt. Weil es einen Verdacht gibt, dass sich in dem Haus Menschen aufhalten, ist das Gebäude gründlich abgesucht worden. Personen wurden aber nicht gefunden, so Albin.

Nach ersten Ermittlungen brannten zwei Kellerräume völlig aus. Des Weiteren wurden Fenster und Türen durch das Feuer beschädigt. „Die Höhe des Sachschadens beträgt mehrere Tausend Euro“, teilt Polizeisprecher Ralph Meier mit.

Angaben zur Brandursache können der Polizeisprecher der Senftenberger Feuerwehrchef am Mittwoch noch nicht machen. Neben einer Brandstiftung könnte auch ein technischer Defekt durch anliegende Medien eine mögliche Ursache sein. Die Kripo ermittelt.

Die Brandbekämpfung erfolgte mit einem Hohlstrahlrohr über den Haupteingang zum Keller. Ein Durchkommen über einen Nebeneingang war wegen Müllbergen nicht möglich. Zum Einsatz kamen 49 Feuerwehrleute hauptsächlich aus Senftenberg, aber unter anderem auch aus Großkoschen, Brieske, Peickwitz und Niemtsch.