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| 02:42 Uhr

Festschrift zum Gemeindejubiläum

Die Arbeitsgruppe zur Erstellung der Festschrift ist in diesen Wochen ständig unterwegs. Bildmitte: Reinhard Kißro, Heimatkundler aus Ortrand, links daneben Heimatvereinsvorsitzende Rosemarie Hänel.
Die Arbeitsgruppe zur Erstellung der Festschrift ist in diesen Wochen ständig unterwegs. Bildmitte: Reinhard Kißro, Heimatkundler aus Ortrand, links daneben Heimatvereinsvorsitzende Rosemarie Hänel. FOTO: Rudolf Kupfer
Lindenau. 650 Jahre Lindenau und 61. Parkfest wird die Gemeinde zu Pfingsten gemeinsam feiern, teilt Bürgermeister Jürgen Bruntsch mit. Vereine, Firmen und andere interessierte Lindenauer können sich in die Vorbereitung einbringen. R.Kupfer/br

Auf jeden Fall wird eine Festschrift erarbeitet. Die dafür gebildete Arbeitsgruppe leitet die Vorsitzende des Heimatvereins, Rosemarie Hänel. Unterstützt wird sie vom einschlägig erfahrenen Reinhard Kißro aus Ortrand.

"Besonders gut vorangekommen sind wir in den letzten Monaten bei der Befragung von Zeitzeugen", schätzt Hänel ein. Gisela Heduschka, Lehrerin i.R. (87), hat zum Beispiel Schulgeschichte vom Lehrerbildungsheim im Schloss Lindenau vom Jahr 1947 bis zum Schulkombinat erlebt und aufgeschrieben. Aktuelle Jahreszahlen zur Schulchronik haben die ehemaligen Lehrerinnen Ute Richter aus Ponickau, Ruth Augustin aus Grünewalde und Hilde Fischer aus Lindenau zusammengetragen.

Der erblindete Buchautor Wolfgang Setzer (83) hat zur Geschichte der Kleingartenanlage einen interessanten Text verfasst. Er war lange Spartenvorsitzender. Auch zum bekannten Lindenauer Urgestein, Schlossgärtner Otto Eule, hat er einige Episoden aufgeschrieben.

Die Landwirte Rudolf Engelmann und Manfred Köckritz (beide 87) haben ihr Wissen weitergegeben. Die Geschichte der Mühle stellt der heutige Besitzer Gerd Buntzel vor. Als sportlichstes Dorf hat Lindenau 2012 landesweit für Schlagzeilen gesorgt. Die Landfrauen berichten von ihrer Arbeit; ihre Erntekronen sind landesweit bekannt.

Wer trug bisher als Bürgermeister in Lindenau Verantwortung? Welche Pastoren wirkten hier? Wer waren die Besitzer des Schlosses?

Alle diese Fakten und Daten haben Rosemarie Hänel und ihre Helfer zusammengestellt. Auch eine namentliche Liste der 50 Soldaten aus Lindenau, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind, ist enthalten.

Sicher ist, so Christine Bomsdorf von der Arbeitsgruppe, dass es ein Geschichtsbuch für die Gemeinde Lindenau wird, wie es bisher in dieser Form noch keines gegeben hat.