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Faschingsfieber steigt in Tettau

Die Tettauer empfangen die Zamperer in Spendierlaune.
Die Tettauer empfangen die Zamperer in Spendierlaune. FOTO: Günther
Tettau. Zwei Tage wird in Tettau jetzt wieder Fastnacht gefeiert. Einen weiteren Tag brauchen die Jungen und Junggebliebenen dann auch zur Erholung. Kathleen Weser

Das Faschingsfieber bricht nun schon im 81. Jahr aus, bestätigt Mitorganisator Michael Günther. Das Spaßprogramm ist eines von Tettauern für Tettauer - es startet am Freitag im Gasthof Sarodnik mit einer Liveband und dauerte bis spät in die Nacht hinein an. "Natürlich sind an diesem Tage alle Teilnehmer im feinen Zwirn gekleidet. Anzugspflicht für die Männer und vor allem ein Blümchen am Jackett sind angesagt", betont der Fastnacht-Experte. "Am Sonnabend werden ab 9 Uhr die Tettauer Straßen abgeklappert, denn es wird gezampert", erklärt er weiter. Reichlich Lebensmittel und Getränke werden dabei in die Körbe und Wagen gelegt, die am Abend gemeinschaftlich verkostet und verspeist werden. Ein bunter Fasching wird dann gefeiert - mit dem Höhepunkt, der Kusspolonaise. Am Sonntag werden die Unverwüstlichen der Fastnachtstruppe das übrig gebliebene Zampergut verprassen. "Auch die Kinder sind bis zum Abendessen mit von der Partie. Denn sie haben ihre feiernden Eltern ja zuvor wenig gesehen", bestätigt Michael Günther - auch aus eigener Erfahrung.

Vor der Fastenzeit bis Ostern lassen es die Tettauer an einem wilden Wochenende noch einmal richtig krachen. Allein mehr als 400 erzamperte Eier sind nicht selten in Tettau, bestätigt Michael Günther. Wein und Schnaps für die Bowle, Käse, Schinken und Fisch für die Brote, die die Tettauer "Schmierfrauen" im Akkord zubereiten, kommen dazu.