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Fahrbahn an Autobahnbrücke in Barzig ist freigegeben

Barzig. Nach nur knapp einer Woche Bauzeit ist die Fahrbahn an der Autobahnbrücke Barzig gestern wieder freigegeben worden. Einer gründlichen Reinigung folgte das Auftragen eines Haftmittels. red/br

Und im Anschluss wurde asphaltiert und gewalzt, teilt Stadtsprecherin Kati Kiesel mit. Bereits am Freitag konnten die Baufahrzeuge wieder abrücken. Aufgrund der Straßenbreite bleibe jedoch die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h.

Die Barziger Ortsvorsteherin Sabine Wolf: "Ich hätte nicht erwartet, dass die Verbesserung der Brückenauffahrten nun doch so schnell realisiert werden konnte. Wir freuen uns und werden das beim Dorfkinderfest am nächsten Wochenende so richtig feiern."

Freienhufens Ortsvorsteher Karl-Heinz Wahren hatte als Bauausschussmitglied die Vorabplanung intensiv begleitet. Er kam mit dem Fahrrad zur Straßenfreigabe und konnte so als erster Radler die neue Abfahrt ausprobieren, heißt es weiter. "Wir haben uns für eine sehr vernünftige Lösung entschieden. Auch die Freienhufener nutzen die Strecke häufig, um nach Saalhausen oder Barzig zu gelangen. Es ist zum Vorteil für beide Ortsteile. Deshalb habe ich mich immer für das Projekt eingesetzt, allerdings zu vertretbaren Konditionen."

Das historische Kopfsteinpflaster an den Auffahrten zur Autobahnbrücke Barzig war lange sowohl für Radler als auch für Autofahrer ein echter Härtetest. Die direkte Verbindung zwischen Freienhufen und Barzig ist wichtig für die Bewohner von Großräschens kleinstem Ortsteil, um zur B 96 in Richtung Großräschen und Senftenberg zu kommen. Die Straße ist ein beliebter Radweg und wird zweimal täglich vom Schulbus genutzt.

Bürgermeister Thomas Zenker "Seid geraumer Zeit prüften wir verschiedene Varianten, um die Anbindung für die Barziger zu verbessern. Meist sind wir an der Finanzierung gescheitert, da es für eine Straßenbaumaßnahme an dieser Stelle keine Fördermittel gibt. Eine grundhafte Sanierung hätte um die 200 000 Euro gekostet. Diese optimale Variante mit langer Haltbarkeit war aber mit Stadtmitteln nicht finanzierbar. Für das im Stadthaushalt zur Verfügung stehende Geld hätten wir maximal die Bankette (Seiten) der Brückenauffahrten als Behelfsradwege ausbauen können, was immerhin für die Radfahrer eine Verbesserung gewesen wäre. Nun ergab sich kurzfristig eine weitere Variante - eine komplette Asphaltschicht auf dem bestehenden Kopfsteinpflaster.

Diese "zweitbeste" Lösung wurde durch einen zurückliegenden Grundstücksverkauf der Stadt im Bereich des Industriegebietes "Sonne" möglich. Der Planer Bodo Möller prognostizierte eine Haltbarkeit von etwa 15 Jahren. Die Firma Matthäi Bauunternehmen GmbH & Co. KG Freienhufen habe die Baumaßnahme kurzfristig ermöglicht, so Kati Kiesel.