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| 18:03 Uhr

Bergmannstag gefeiert
Fachsimpeleien unterm Förderturm in Klettwitz

Vor dem Foto vom Brückenverband des Tagebaus Klettwitz kommen frühere Bergleute ins Fachsimpeln, so auch Friedhelm Noack (l.) und Erwin Schote.
Vor dem Foto vom Brückenverband des Tagebaus Klettwitz kommen frühere Bergleute ins Fachsimpeln, so auch Friedhelm Noack (l.) und Erwin Schote. FOTO: Gemeinde Schipkau / Martin Konzag
Klettwitz. Zum Bergmannstag fand wieder ein Schachtfest statt.

Einwohner aus Klettwitz und Umgebung haben sich am Sonntag wieder zum Schachtfest anlässlich des früheren DDR-Bergmannstages getroffen. Bereits zum 17. Mal wurde dieses Fest am Schacht jeweils am ersten Juli-Wochenende begangen. Denn Klettwitz hat ein Alleinstellungsmerkmal in der Region: Nur hier wird direkt an einer früheren Betriebsstätte des Grubenbetriebs gefeiert. Der bis 1981 zur Entwässerung genutzte Schacht ist der einzige seiner Art im Land Brandenburg.

Vom Schacht Klettwitz aus sind die Halden der früheren Tagebaue Meuro und Klettwitz direkt zu sehen. So liegt es nahe, dass sich hier Beschäftigte beider Tagebaue zu einem Wiedersehen treffen und über frühere Zeiten fachsimpeln. Namen, alte Fotos und Jahreszahlen machen dann die Runde, über manche Einzelheit wird eifrig diskutiert.

Einer der treuesten Besucher ist dabei Friedhelm Noack aus Annahütte, der früher im Bereich der Instandhaltung Elektrotechnik des Tagebaus Klettwitz tätig war. „Unsere Arbeit bezog sich nicht nur auf die Großgeräte“, so Noack, „sondern letztlich auf alle elektrischen Belange, die rund um den Tagebau zu erledigen waren.“

Der Blick richtet sich jedoch nicht nur zurück. Längst ist der „Tag der offenen Tür“ am Schacht Klettwitz auch ein Treffpunkt für jüngere Klettwitzer geworden.  So überbringt die örtliche Kita „Spielkiste“ seit Jahren einen musikalischen Gruß. Gäste waren zudem der Volkschor Schipkau und die Antoniusmusikanten aus Großräschen.

„Der weithin sichtbare Schacht am Rande von Klettwitz macht die Leute offensichtlich noch immer neugierig“, so Rudolf Warlich vom Schachtverein. Die Ausstellung sei an diesem Tag gut besucht. Für ihn und Kulturvereinschef Dietmar Woznica ein gutes Zeichen, dass die Veranstaltung im früheren Bergbauort Klettwitz von den Besuchern angenommen wird.