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Fachkräfteallianz Westlausitz gestartet

Praktische Ausbildung beim Tüv in Lauchhammer.
Praktische Ausbildung beim Tüv in Lauchhammer. FOTO: Tüv Rheinland
Lauchhammer. Im Rahmen der Fachtagung Berufsorientierung ist zu Beginn des Jahres die Idee einer "Fachkräfteallianz Westlausitz" ins Leben gerufen worden, die mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft namhaft besetzt ist. Mittlerweile hat die Allianz ihre Arbeit aufgenommen. Jan Augustin

Das teilt die Wirtschaftsinitiative Lausitz (WiL) mit. Zu dem neuen Bündnis gehören Mitglieder der Kommunen und Behörden ebenso wie Hochschulen, Unternehmen und Kammern. "Als Agentur für Arbeit sind wir seit Beginn mit einbezogen und befürworten diese modellhafte Vorgehensweise", sagt Heinz-Wilhelm Müller, Chef der Arbeitsagentur in Cottbus.

"Die Anzahl der Berufs- und Studienabbrecher und Wechsler in unserer Region ist noch zu hoch. Wir sehen deshalb Handlungsbedarf in der Art und Weise wie Berufsorientierung derzeit praktiziert wird", sagt der Leiter des WiL-Projektes Fachkräftesicherung, Dr. Colin von Ettingshausen (Arbeitsdirektor der BASF Schwarzheide). Ziel der Fachkräfteallianz Westlausitz sei es deshalb, die politische Umsetzung bereits definierter Vorgaben zur Berufsorientierung einzufordern, vorhandene Praxisbeispiele weiterzuentwickeln und den Schulen sowie Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Dabei gehe es in den nächsten Monaten um die Erfassung der bereits durchgeführten Aktivitäten und Initiativen sowie die Zusammenstellung der beteiligten Schulen und Unternehmen, um bis zum Jahresende einen Atlas der "Guten Beispiele" zu erarbeiten.

Der Regionaler Wachstumskern Westlausitz (RWK) hat vor wenigen Wochen die WiL beauftragt, das Projekt "Berufsorientierung der Oberschulen und Gymnasien in der Wirtschaftsregion Westlausitz" durchzuführen. Um den Schwerpunkt Berufs- und Studienorientierung in den Lehrplänen festzuschreiben, soll eine Vorlage für einen Gesetzestext vorgeschlagen werden, teilt die WiL weiter mit. Die Ergebnispräsentation soll im Dezember erfolgen. "Gut ausgebildete Arbeitskräfte sind ein nicht zu unterschätzender Standort- und Wirtschaftsfaktor. Deshalb unterstützen wir als Wachstumskern die Fachkräfteallianz und das Thema Berufsorientierung, um unsere Jugendlichen bestmöglich auf den Start in ein erfolgreiches Berufsleben zu Hause hier bei uns in der Lausitz vorzubereiten", sagt Roland Pohlenz, Bürgermeister von Lauchhammer (parteilos) und Sprecher des RWK Westlausitz.