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| 13:21 Uhr

Gewitter
Extrem-Blitz erschreckt Senftenberg

Auch in der Lausitz gab es mancherorts am Himmelfahrtstag kräftige Gewitter.
Auch in der Lausitz gab es mancherorts am Himmelfahrtstag kräftige Gewitter. FOTO: Patrick Pleul
Senftenberg. Das Gewitter zu Himmelfahrt sorgt für ein besonderes Naturphänomen. Von Torsten Richter-Zippack

Ein extrem heller Blitz sowie ein gewaltiger Donnerschlag haben am Donnerstagabend viele Senftenberger erschrocken. Leser Ehrfried Hentschel aus dem Meisenweg hat bei der RUNDSCHAU angerufen und seine Beobachtungen wiedergegeben: „Das Gewitter war gerade erst eingetroffen, und wir saßen unter der Markise. Urplötzlich zuckte ein extrem heller Blitz von Brieske kommend waagerecht über den Himmel in Richtung der Senftenberger Innenstadt. Leider konnte ich dieses Phänomen nicht in Gänze sehen, da ein großer Baum die Sicht etwas einengte. Womöglich war es ein seltener Kugelblitz. Jedenfalls folgte ein extremer Knall, den in der Stadt wohl jeder gehört haben müsste.“

Lutz Merkle aus der Briesker Straße kann dieses Phänomen bestätigen: „Blitz und Donner waren fast eins. Ich hatte die Fenster noch geöffnet, sodass der Knall besonders laut war. Vielleicht hat der Blitz im See eingeschlagen.“ Karen Lindner bekam Blitz und Donnerschlag ebenfalls mit: „Gleich zu Beginn des Gewitters war der Himmel urplötzlich ganz hell erleuchtet. Der Blitz ging in Richtung des Stadtzentrums, vielleicht auch zum Bahnhof. Das war schon unheimlich.“

Ein entsprechender Blitzeinschlag findet sich allerdings nicht im Protokoll der Städtischen Werke Senftenberg nieder. „Zwischen 19 Uhr am Donnerstag und 7 Uhr am Freitag ist keine Störung an uns herangetragen worden“, sagt David Nix vom Unternehmen. Auch einen Stromausfall habe es nicht gegeben.

Bei der Feuerwehr verlief der Gewitterabend ebenfalls relativ entspannt. „In der Senftenberger Kernstadt gab es keine wetterbedingten Einsätze“, erklärt Maschinist Thomas Montwill. Lediglich in Großkoschen habe ein voll gelaufener Keller leergepumpt werden müssen.

Der Großkoschener Hobbymeteorologe Klaus Hirsch hatte nach dem Gewitter knapp 30 Liter Wasser pro Quadratmeter gemessen „Ich würde sagen, es war zumindest bei uns nur ein mittleres Gewitter, keineswegs aber ein schweres.“ Bislang seien im Mai 39,6 Liter/Quadratmeter Niederschlag gefallen. Die Monatsnorm liege bei 57,7 Litern.