ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:35 Uhr

Explosionsbehälter arbeitet wieder

Mithilfe eines großen Kranes wurde das Foliendach auf dem einen Gärrestbehälter im Biogaspark montiert. Foto: Mirko Sattler/sam1
Mithilfe eines großen Kranes wurde das Foliendach auf dem einen Gärrestbehälter im Biogaspark montiert. Foto: Mirko Sattler/sam1 FOTO: Mirko Sattler/sam1
Lauchhammer. Nach der Explosion in einem Gärrestbehälter Ende Juli dieses Jahres ist der Biogaspark in Lauchhammer-West jetzt wieder voll arbeitsfähig. Wie Markus Bernhard, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, am Mittwoch auf RUNDSCHAU-Nachfrage sagte, wurde in dieser Woche das zerstörte doppelte Foliendach mithilfe eines Kranes durch ein neues ersetzt. mf



Das Dach besteht aus einer gasdichten Folie, die den Gasspeicherraum abdichtet. Obendrauf wurde dann die Wetterschutzfolie gesetzt. Zwischen den Folien sorgt ein Gebläse dafür, dass permanent eine Stützluftschicht vorhanden ist. Das so bezeichnete Tragluftdach sei schließlich noch einer Dichtheitsprüfung unterzogen worden.

Markus Bernhard ist nach wie vor anzumerken, dass er noch stark unter dem Eindruck des tragischen Ereignisses vom 25. Juli steht. Bei dem Unglück sind zwei Mitarbeiter einer Spezialfirma aus Schwarzheide während der Reinigungsarbeiten in dem Gärrestbehälter zu Schaden gekommen. Beide wurden mit Verbrennungen in das Berliner Unfallkrankenhaus gebracht. Einer der Arbeiter erlag später seinen Verletzungen.

Die Ermittlungen zu dem Fall sind nach Angaben des Landesamtes für Arbeitsschutz immer noch nicht abgeschlossen. Das Landesamt habe seine Untersuchungsergebnisse zwischenzeitlich der nunmehr federführenden Staatsanwaltschaft Cottbus übergeben. Diese bestätigte am Mittwoch, dass noch ein umfangreiches Gutachten in Auftrag gegeben werden soll, um die Explosionsursache herauszufinden. Dieser Prozess könne noch einige Zeit in Anspruch nehmen, heißt es. Bei Bedarf, so das Landesamt, würden auch dessen Fachleute von der Staatsanwaltschaft noch einmal herangezogen.

Zur Unglücksursache kursieren aufgrund der langwierigen Ermittlungen Spekulationen. Diese seien auch dem Landesamt bekannt, kommentieren will es aber keine davon.