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| 02:50 Uhr

Etwa 80 Zweiräder knattern um den Partwitzer und Geierswalder See

Oldtimer-Ausfahrt am Partwitzer See – Wolfgang Unbereit, Siegfried Grittner und Karl Grübler (v.l.n.r.) präsentieren sich vor ihren Fahrradmotoren.
Oldtimer-Ausfahrt am Partwitzer See – Wolfgang Unbereit, Siegfried Grittner und Karl Grübler (v.l.n.r.) präsentieren sich vor ihren Fahrradmotoren. FOTO: Anja Guhlan
Lauta. Mit einem Knattern und Knallen rauschen die Oldtimer an den Partwitzer Hafen. Die Oldtimer sind noch gut in Schuss. Anja Guhlan/ang

Egal ob Moped oder Fahrradmotoren. Rund 80 Oldtimer-Fans haben sich am Samstagvormittag am Partwitzer Hafen zum neunten Mal getroffen, um gemeinsam eine Ausfahrt zu begehen. Veranstaltet wird die Ausfahrt vom Lautaer Verein für historische Technik.

Um kurz nach zehn Uhr starten die rund 80 Oldtimer zur Ausfahrt um den Partwitzer und Geierswalder See. Bei 13 Grad Celsius geht es durch die Seenlandschaft. "Jeder kann heute seine Strecke individuell gestalten. Unsere vorgegebene Strecke ist etwa 40 Kilometer lang, aber es können auch nur zehn oder 120 Kilometer gefahren werden", meint Frank Helbig vom Lautaer Verein für historische Technik.

An der Ausfahrt nehmen auch die zwei Freunde Karl Grübler und Siegfried Grittner aus Freiberg teil. Grübler ist ein Fahrer der ersten Stunde und schon seit der ersten Ausfahrt mit dabei. Mit seinem Diamant-Fahrrad, das einen MAW-Motor aus dem Jahr 1953 an sich trägt, knattert der 76-Jährige schon seit vielen Jahren hin und her. "Das Gefährt war mein erstes motorisiertes Fahrzeug, als ich 16 Jahre alt war. Seitdem bin ich nicht davon losgekommen", erzählt Karl Grübler, und fügt schmunzelnd hinzu: "Dieses Hobby ist wie ein kleiner Bazillus, der immer wieder kommt." Auch der 68-jährige Wolfgang Unbereit aus Weißwasser kommt von dem Oldtimer-Hobby nicht mehr los. "Vor fünf Jahren mit meinem Renteneintritt hat mich das Oldtimer-Fieber gepackt. Seitdem zerlege ich alte Motoren und mache sie wieder fahrbereit", erklärt der gelernte Techniker.

Das Oldtimer-Hobby wird aber auch gerne an den Nachwuchs weitergegeben. So fährt auch der 25-jährige Timo Walter aus Ottendorf-Okrilla mit. Mit seiner Simsons SO2 aus dem Jahr 1960, die er in eigener Handarbeit wieder aufgemotzt hat, bringt er es auf etwa 60 Kilometer die Stunde.

Der Jüngste im Oldtimer-Kreis ist wohl der 12-jährige Martin Kühne aus Schmerlitz. Er interessiert sich genauso wie die Großen für die alte Technik. Ihm gefällt es hier beim Treffen. "Hier kann ich mir noch Tipps und Tricks holen und mit fachsimpeln", sagt Martin Kühne.