Mit einem Gesamtumsatz von rund 3,29 Millionen Euro in den Ferienanlagen konnte der Zweckverband im Vorjahr eine neue Rekordmarke auf der wirtschaftlichen Habenseite verbuchen. Im Vergleich zu 2006 lag das Plus bei den gewerblichen Einnahmen bei 11,67 Prozent.
An den öffentlich bewirtschafteten Stränden hat der durchwachsene Sommer dem ESS-Verband das Geschäft an den Parkuhren dagegen gründlich vermasselt. Dadurch sank der Umsatz im hoheitlichen Betrieb im Jahresvergleich von 169 700 auf 135 100 Euro, sagte Verbandschef Michael Vetter in der jüngsten ESS-Sitzung bei der Vorstellung des Geschäftsberichts für 2007.
In der Folge habe der Verband auch geplante Investitionen am Strand Buchwalde verschieben müssen. Unter anderem sollen im FKK-Bereich ein neues Toilettenhäuschen gebaut, der Radweg am Nordufer des Sees weiter gepflastert, der Parkplatz in Buchwalde umgestaltet sowie ein zusätzlicher Fußweg zum Nackstrand angelegt werden. „Wegen der ausbleibenden Förderzusage vom Land droht ein weiterer Aufschub bis 2009“ , räumte Michael Vetter bereits ein.
Unter dem Strich erzielte der Zweckverband im vorigen Jahr aber einen Betriebsgewinn von 114 896 Euro. Besonders hohe Zuwachsraten in den touristischen Kennziffern konnte das Erholungsgebiet im neuen Strandhotel Buchwalde sowie bei der Vermietung der Ferienhäuser im Familienpark Großkoschen verzeichnen. „Die Tendenz im gewerblichen Bereich zeigt auch in den Folgejahren auf Wachstum und Gewinn“ , malte ESS-Chef Vetter eine optimistische Vision.
Auch finanziell befinde sich der Zweckverband in einer komfortablen Lage. Die Eigenkapitalquote in der ESS-Bilanz liegt derzeit bei 60 Prozent. „Daran wird sich langfristig nichts ändern“ , so die Hoffnung des Verbandschefs. Der sechsstellige Betriebsgewinn aus dem Vorjahr wandert nach dem einmütigen Votum der Verbandsversammlung in den Sparstrumpf des Erholungs gebietes.

Zum Thema Zuwachs bei Gästen und Übernachtungen
  Basis des Erfolges im Erholungsgebiet Senftenberger See ist die touristische Entwicklung. Im Vorjahr begrüßte der Verband 37 135 Übernachtungsgäste . Der Zuwachs betrug 9,38 Prozent. Gegenüber 1993 verdoppelten sich die Anreisen.

Im Bettengeschäft kletterte die Statistik 2007 im Erholungsgebiet auf 177 128 Übernachtungen . Dies entspricht einem Plus von 13,68 Prozent. Im Land Brandenburg lag der Zuwachs in dieser Kategorie dagegen nur bei vier Prozent.

Durchschnittlich hielt sich jeder Gast 4,76 Tage in den Ferienanlagen des Erholungsgebietes auf. Auf Landesebene lag die durchschnittliche Verweildauer nur bei 2,7 Tagen.