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| 16:08 Uhr

Trinkwasser-Abnahme hat sich in Senftenberg verdoppelt
Es ist viiiel zu heiß: Hitzehammer schlägt zu

Wer in den großen Sommerferien Arschbombenmeister werden will, braucht Übung. Den Dreh raus zu bekommen, wie das Wasser richtig spritzt, können Wasserratten im Strandbad in Lauchhammer-West bei einer Wassertemperatur von 24 Grad. Aufgrund der vielen großen Bäume gibt es im Bad aber auch ausreichend Schattenplätze.
Wer in den großen Sommerferien Arschbombenmeister werden will, braucht Übung. Den Dreh raus zu bekommen, wie das Wasser richtig spritzt, können Wasserratten im Strandbad in Lauchhammer-West bei einer Wassertemperatur von 24 Grad. Aufgrund der vielen großen Bäume gibt es im Bad aber auch ausreichend Schattenplätze. FOTO: Rasche FOTOGRAFIE / Steffen Rasche
Senftenberg. Senftenberger schwitzen bei Dauerhitze - und es soll noch heißer werden. Trinkwasser-Abnahme hat sich verdoppelt. Von Andrea Budich

Traumwetter oder nicht? Die Rekordhitze mit Temperaturen im Ü-30-Bereich lässt die Lausitz schwitzen – und bringt inzwischen manchen an seine Grenze.

„Für die Wasserversorger dürfte 2018 ein Rekordjahr werden“, bestätigt Unternehmenssprecher Ulf Riska vom WAL-Betrieb. Bereits an mehr als 50 Tagen ist beim Wasserverband Lausitz die 30 000 Kubikmeter-Marke überschritten worden. Das gab es zuletzt im Jahr 2006. An Hitzetagen wie in dieser Woche verdoppeln sich in Senftenberg, Lauchhammer und Großräschen sogar die Abnahmemengen. Das Wasserwerk in Tettau läuft inzwischen an der Kapazitätsgrenze von 40 000 Kubikmetern am Tag. Normal sind 25 000 Kubikmeter.

Alexander (16) aus Chemnitz ist Praktikant an der Wassersportschule am Niemtscher Strand. Da ist auch Zeit für eine Runde Stehpaddeln.
Alexander (16) aus Chemnitz ist Praktikant an der Wassersportschule am Niemtscher Strand. Da ist auch Zeit für eine Runde Stehpaddeln. FOTO: Rasche FOTOGRAFIE / Steffen Rasche

Knapp geworden ist das Wasser bereits im Bett der Schwarzen Elter. Am Mittwoch waren erstmals in diesem Jahr wieder Fisch-Retter im Einsatz, um die Flossentiere vor dem Kleinkoschener Wehr notzufischen.

Senftenberg Tierpark.Sommerhitze.Waschbär Ernie freut sich über eine Extraportion Wasser vom Tierpfleger Siegmar Sievert..Tiere zeigen sich unbeeindruckt von den hohen Temperaturen und ziehen sich in die Schattenbereiche zurück. Einzig das fehlende Grünfutter macht den Tierpflegern Sorge. Jetzt muss auf Heu umgestiegen werden.
Senftenberg Tierpark.Sommerhitze.Waschbär Ernie freut sich über eine Extraportion Wasser vom Tierpfleger Siegmar Sievert..Tiere zeigen sich unbeeindruckt von den hohen Temperaturen und ziehen sich in die Schattenbereiche zurück. Einzig das fehlende Grünfutter macht den Tierpflegern Sorge. Jetzt muss auf Heu umgestiegen werden. FOTO: Rasche FOTOGRAFIE / Steffen Rasche

Dem Freibad in Großräschen beschert die Dauerhitze indes einen Besucher-Ansturm, wie ihn Schwimmmeister Uwe Schwingeweitzen zuletzt im Jahr 2006 erlebt hat. 500 Badegäste am Mittwoch sind für ihn top, aber noch ausbaufähig. Am Wochenende könnte bei ihm die 1000er- Marke fallen.

Chef-Hobbymeteorologe Rudolf Kupfer aus Lindenau vermeldet allein für den Juli elf Hitzetage mit Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke. Die Tageshöchsttemperatur von 32,3 Grad am Mittwoch ist in der langjährigen Statistik aber noch kein Rekordwert.