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| 17:03 Uhr

Großkoschen
Es grünt nicht an der Gartenstraße

Über die schlechte Ausführung der Arbeiten nach Verlegung der neuen Abwasserleitung ärgert sich Joachim Richter aus der Gartenstraße.
Über die schlechte Ausführung der Arbeiten nach Verlegung der neuen Abwasserleitung ärgert sich Joachim Richter aus der Gartenstraße. FOTO: Rasche FOTOGRAFIE / Steffen Rasche
Großkoschen. Nach Tiefbauarbeiten zur Schmutzwasssererschließung bleiben in Großkoschen Grünstreifen ohne Grün zurück. Anwohner fordern eine zweite Aussaat.

Die Bauleute sind durch, die Gräben wieder geschlossen, die Straßensperrung aufgehoben, der Anliegerverkehr rollt wieder. Glücklich nach Abschluss der Tiefbauarbeiten zur Schmutzwassererschließung sind die Anwohner der Großkoschener Gartenstraße dennoch nicht.

Denn der Fahrbahn begleitende Grünstreifen direkt vor ihren Häusern ist nach dem Verlegen der neuen Abwasserleitung nicht grün, sondern eher erdschwarz. Dass dort nichts anwächst, wundert die Koschener nicht. „Es wurde zu wenig Mutterboden aufgetragen. Aus dem Schotter kann nichts Grünes wachsen“, sagt ein sichtlich verärgerter Joachim Richter. Nach anfänglichen Bürgerhinweisen sei zwar von der Baufirma noch einmal nachgesät worden. Aber auch davon ist inzwischen das meiste nach starken Regengüssen weggespült worden. „Zurück bleibt ein Schandfleck vor unseren Häusern“, schimpft Joachim Richter. Dabei wurden die Anwohner für den neuen Schmutzwasserkanal in der Gartenstraße schon ordentlich zur Kasse gebeten.

Der Bürgerprotest hat Wirkung gezeigt. Nach einer Bauberatung vor Ort gleich nach Pfingsten kann Unternehmenssprecher Ulf Riska von der Betriebsgesellschaft des Wasserverbandes Lausitz (WAL-Betrieb) Entwarnung geben und die Wogen glätten. „Das bleibt definitiv nicht so, wie es derzeit ausschaut“, erklärt er. Eine offizielle Abnahme des Bauabschnitts habe auch noch nicht stattgefunden.

Wenn die kompletten Arbeiten in der Dresdener Straße im September abgeschlossen sind, werden sich die Bauleute auch noch einmal den Teilabschnitt in der Gartenstraße vorknöpfen. Zu den dann fälligen Restarbeiten gehört eine Nachpflege des Grüns. „Wir starten im Herbst einen zweiten Anlauf, damit es in der Gartenstraße wieder grünt wie vor den Bauarbeiten“, sagt Riska.

Die Pflege der Randstreifen obliegt nach Abschluss der Bauarbeiten der Stadt Senftenberg als Eigentümerin.