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| 15:40 Uhr

Ruhlands größter Schandfleck verschwindet jetzt
Es geht endlich los: Start am Bahnhofsvorplatz

Allerhöchste Eisenbahn wird es für das heruntergekommene Bahnhofsumfeld in Ruhland. Die Bauarbeiten starten im Mai.
Allerhöchste Eisenbahn wird es für das heruntergekommene Bahnhofsumfeld in Ruhland. Die Bauarbeiten starten im Mai. FOTO: Steffen Rasche
Ruhland. 2,2 Millionen Euro Baukosten zwingen Ruhland fast in die Knie. Von Andrea Budich

Die 1400 Reisenden, die täglich den Bahnhof Ruhland frequentieren, Pendler, Radler und Einwohner haben darauf sehr lange warten müssen und die Hoffnung darauf fast schon aufgegeben. Jetzt geht es aber tatsächlich los an Ruhlands wichtigster Front: Der hässliche Bahnhofsvorplatz soll in gut anderthalb Jahren zu einem Schmuckstück umgestaltet werden.

Dafür hat Ruhland sämtliche Geldreserven aus dem Haushalt zusammengekratzt und den Gürtel sehr, sehr eng geschnallt. Die 2,2 Millionen Euro an Baukosten zwingen die Elsterstadt dennoch beinahe in die Knie.

Dabei sind die Verhältnisse auf dem Ruhlander Bahnhofsvorplatz mit der Riesenrampe und den zugewucherten Brachflächen eine einzige Katastrophe. Bis zu 80 Berufspendler versuchen täglich, ihr Auto halbwegs geordnet abzustellen. Hinzu kommen unzählige Fahrradfahrer, die kaum Möglichkeiten haben, ihren Drahtesel zu sichern. Ganz zu schweigen von den Busumsteigern, die Hunderte Meter vom und zum Bahnhof laufen müssen. Für Ältere und Behinderte unhaltbare Zustände.

Der große Umbau startet im Mai. Das hat Ruhlands Amtsdirektor Roland Adler bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung verkündet. Los geht es mit dem Rückbau der Betonmauer und der Verladekopframpe. Parallel wird eine Fläche für einen Bedarfsparkplatz während der Bauzeit für 40 Autos errichtet. Rückgebaut werden demnächst auch die beiden alten Bushaltestellen an der Güterbahnhofstraße.

Ob sich indes die Bauleistungen tatsächlich im vorkalkulierten Planungsrahmen von rund 2,2 Millionen Euro bewegen, entscheidet sich in diesen Tagen. Der Amtsdirektor hat die Stadtverordneten schon mal vorsichtig eingestimmt, dass die Kosten ähnlich wie beim Feuerwehrgerätehaus in Guteborn in die Höhe schnellen könnten. In diesem Falle müsste Ruhland weitaus mehr Geld aufbringen als eingeplant.

Das gänzlich neue Bahnhofsumfeld mit fünf Busstellflächen und überdachten Wartebereichen sowie knapp 100 Autostellflächen soll zum Jahresende 2019 freigegeben werden.