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| 17:08 Uhr

Pilotprojekt in Ortrand
Erste Hilfe aus dem Kühlschrank

Ortrands Bürgermeister Nico Gebel (l.) erklärt Mitgliedern des Seniorenclubs den Sinn der Notfalldose. Diese konnten die Senioren auch gleich mitnehmen.
Ortrands Bürgermeister Nico Gebel (l.) erklärt Mitgliedern des Seniorenclubs den Sinn der Notfalldose. Diese konnten die Senioren auch gleich mitnehmen. FOTO: Mirko Sattler
Ortrand. In einigen Kühlschränken in Ortrand (Oberspreewald-Lausitz) dürften bald kleine grüne Dosen stehen. Die Behältnisse können sich die Bewohner im Rathaus ab sofort kostenlos abholen. Die grünen Dosen sollen helfen, Leben zu retten.

Im Notfall zählt jede Sekunde. Damit Rettungskräfte bei Einsätzen in Wohnungen schnell notwendige Informationen bekommen, bietet die Stadt Ortrand jetzt die Notfalldose an. Sie enthält Patienten-Informationen und ist im Kühlschrank für jeden Retter schnell greifbar.

Vorgestellt hat diese Neuerung beim Stadtgespräch zur Seniorenpolitik Bürgermeister Niko Gebel (CDU). Mit der CDU-Landtagsabgeordneten Roswitha Schier und Kreis-Sozialdezernent Alexander Erbert überreichte er die ersten Dosen im Seniorenclub.

Diese Neuerung ist im Ausland schon sehr erfolgreich, erklärt der Bürgermeister. Sind die Retter eingetroffen und sehen auf der Innenseite der Wohnungstür und des Kühlschranks den Aufkleber „Notfalldose“, kann diese umgehend entnommen werden und es sind sofort wichtige und Notfall relevante Informationen verfügbar. Sie sind auch eine große Hilfe für Angehörige, Freunde und Bekannte.

Mit Start in dieser Woche können sich Ortrander ihre Notfalldose im Tourismusbüro oder im Büro des Bürgermeisters abholen. Die Stadt stellt die ersten 500 Notfalldosen kostenfrei zur Verfügung. Bürgermeister Niko Gebel: „Ich möchte erreichen, dass Bürger sich im Vorfeld mit Notfallsituationen auseinandersetzen. Wenn die kleinen grünen Dosen nur einem Ortrander im Notfall helfen, ist die Aktion schon ein großartiger Erfolg für die Stadt.“

(red/br)