(sam/cw) Ein außergewöhnlicher Abschluss für eine außergewöhnliche Saison: Der Fanfarenzug Großräschen hat mit seiner ersten Hafenfanfare einen neuen Glanzpunkt an das Hafenbecken der Seestadt gebracht. Zum ersten Mal zeigte der Verein das über den Sommer erarbeitete Showprogramm vor der Kulisse des Großräschener Sees vor Bürgern, Unterstützern und Wegbegleitern – und mehrere Hundert Zuhörer ließen sich das nicht entgehen. „Wir waren überwältigt von der Resonanz auf unsere Einladung“, sagt Vereinsvorsitzender Benjamin Seidemann. Nun sei der feste Plan geschmiedet, die Hafenfanfare zu einer festen Tradition im Kulturkalender von Großräschen werden zu lassen: Immer am Ende der Hafen-Saison wolle künftig auch der Fanfarenzug einen öffentlichen musikalischen Saison-Ausklang bieten.

Und das zu Ende gehende Fanfarenzug-Jahr hat es in sich gehabt: Im Juli hatte der Verein erstmals in seiner Geschichte das Unglaubliche geschafft: Bei der diesjährigen offenen Europameisterschaft im niedersächsischen Rastede konnte der Großräschener Fanfarenzug mit seinem Showprogramm den sechsten Platz und damit zugleich eine Qualifikation für die Weltmeisterschaften im Jahr 2021 erkämpfen. „Das ist ein Riesenerfolg für uns“, sagt Vereinschef Benjamin Seidemann. Der Fanfarenzug arbeite nun strikt darauf hin, im Jahr 2021 bei den Weltmeisterschaften beider großer Weltverbände – sowohl im holländischen Kerkrade als auch in Rastede – teilnehmen zu können. Über den Winter wolle der Verein nun auch weiter an seinem Marschprogramm feilen, um damit ebenfalls im internationalen Ranking weiter nach vorn zu kommen und die Qualifikation für die WM zu schaffen.

Der Fanfarenzug Großräschen ist international auf Erfolgsspur, seit vor drei Jahren die Nachwuchsarbeit intensiviert wurde. Der Verein hat derzeit 83 Mitglieder zwischen sechs und 52 Jahren. Ein Drittel der Mitglieder gehört der neu gewonnenen Nachwuchs-Fraktion an. Zweimal pro Woche, jeweils montags und freitags ab 16 Uhr, können Neugierige zum Schnuppertraining in die GutsMuths-Grundschule kommen.