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| 18:28 Uhr

Leserbrief
Akademie-Vortrag war Hauptanliegen

Senftenberg. Zum Beitrag „Manches Erlebte wühlt mich noch immer auf“, LR vom 17./18. Februar, über den Vortrag von Prof. Joachim Sauer:

Am 14. Februar habe ich am Vortrag von Prof. Dr. Sauer, im Unruhestand befindlicher Hochschullehrer der Humboldt-Universität Berlin und Mitglied der Berlin-brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, am Friedrich-Engels-Gymnasium in Senftenberg zum Thema Quantenchemie und Strukturaufklärung teilgenommen. Ich finde es toll, dass ein international angesehener Chemie-Kollege vor Schülern über ein zwar wichtiges, aber schwieriges, komplexes und nicht augenscheinlich mitreißendes Thema spricht und war gespannt, wie er es anpacken wird. Er hat es souverän gemeistert, sich nicht bei schwer durchschaubaren Details aufgehalten, sondern die großen Zusammenhänge anschaulich dargestellt und dank seiner Ausstrahlung die Zuhörer in seinen Bann gezogen. Ich denke, dass auch Schüler, die den Naturwissenschaften reserviert gegenüberstehen, vom Vortrag angetan waren und bei einigen das Interesse an naturwissenschaftlichen Problemlösungen geweckt wurde.

Anschließend sprach Prof. Sauer als ehemaliger Schüler der EOS Walther Rathenau noch über positive und negative Erlebnisse in seiner Schulzeit. Darüber hat die LR in ihrem Bericht vom 17./18. Feb­ruar ausführlich referiert. Leider aber eben nur darüber. Der Vortrag wird zwar erwähnt, aber nicht, worum es dabei ging. Die LR-Leser werden sich gefragt haben, wieso ein renommierter Wissenschaftler seine frühere Schule besucht, aber nichts über Arbeiten seines Fachgebietes berichtet. Das so entstandene Bild von dieser Veranstaltung spiegelt nicht deren Hauptanliegen wider – den wissenschaftlichen Akademie-Vortrag.(...)