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| 01:00 Uhr

Erinnerung an ein „Spatendasein“

Neulich hielt ich in meinem Geräteschuppen einen Spaten in der Hand, da gingen mir Erinnerungen durch den Kopf an Kindheit und Jugendzeit, gelebt im alten Klettwitzer Tagebauland. Von Joachim Holz <br> aus Schipkau



Der Spaten, mit dem mein Vater hat verwandelt Wiese in fruchtbare Erde,
sorgte für Obst und Gemüse, damit er Frau und Kinder
ernähre,
und auch Futter für Hühner, Kaninchen, Schweine und Kuh Grete,
auf dass aus uns
etwas „Richtiges“ werde.

Im Schulgarten erlernte ich das „Einmaleins“
der Spatentätigkeit
und setzte es im häuslichen Garten um,
als ein Teil meiner aktiven jungen Beweglichkeit.

Er hat im Laufe seines Daseins so manchen Herbst die „Winterscholle“ gegraben,
nun ist er in die Jahre geraten und soll sein „Gnadenbrot“
auf dem IBA-Gelände als Ausstellungsgerät haben.

Etwa 60 Jahre aktives Graben sind vollbracht,
das „Rentnerdasein“ hat er verdient,
denn er hat uns stets satt und damit zufrieden gemacht.

Hab ich Sehnsucht und will nach ihm schauen,
dann komm' ich
nach Großräschen,
sein Anblick
wird mich erbauen.

Meinen Kindern und Enkeln bleibt somit ein Stück
Vergangenheit erhalten,
in der Vater und Opa mit dem Spaten sich mühten,
das Anwesen zu gestalten.