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| 17:51 Uhr

Ruhland
Erfolgreiche Prävention beginnt in der Grundschule

Noel (links) und Timo aus der sechsten Klasse zeigen den Teufelskreis, in den man durch falsche Freunde geraten kann.
Noel (links) und Timo aus der sechsten Klasse zeigen den Teufelskreis, in den man durch falsche Freunde geraten kann. FOTO: Aswendt Peter / PETER ASWENDT
Ruhland. Sucht- und Drogenprävention ist den Organisatoren der Projekte der Grundschule Guteborn wichtig – doch längst nicht nur das. Von Peter Aswendt

Kinder stark machen für die Herausforderungen des Lebens: In der gegenwärtigen Zeit ist dies keine einfache Aufgabe. Elternhaus und Schule sehen sich mit Situationen der Kinder konfrontiert, die es frühzeitig zu erkennen und zu bewältigen gilt. Prävention ist ein wichtiges Mittel, das schon in der Grundschule eine große Rolle spielt.

Dazu gab es an der Grundschule Guteborn im aktuellen Lehrplan zwei außergewöhnliche Themen: „Wir haben uns der Gewaltprävention und der Gesundheitsförderung im Speziellen gewidmet“, erläutert Rektorin Kathrin Richter die Auswahl. Um diese Projekte, welche die Klassen fünf und sechs betrafen, zu stemmen, holten sich die Pädagogen der Guteborner Schule Projektpartner mit in das Boot. Mit dem Verein-t im Zollhaus Ruhland wurde schon zum zweiten Mal die Gesundheitsförderung, also auch die Suchtprävention, thematisiert. Was passiert beim Konsum von abhängig machenden Substanzen, aber auch, welche Auswirkungen Medien auf das Suchtverhalten haben. „Wir haben uns intensiv mit Inhaltsstoffen von Zigaretten und Alkohol beschäftigt, was man nicht im Internet preisgeben sollte und wie viel Handy gesund ist“, umreißt Andreas Thamm, Projektleiter vom Verein-t Zollhaus, die Themen.

Unter der Federführung der beiden Sozialarbeiterinnen der AWO Brandenburg Süd, Nadine Ferchof und Anja Porada, haben sich die fünften Klassen mit der Gewaltprävention beschäftigt. „Wir haben das respektvolle, aber bestimmte Begegnen thematisiert, aber auch die Befähigung für kontrolliertes Handeln mit ins Spiel gebracht“, erklären die beiden Sozialarbeiterinnen das Konzept. Unterstützung fanden die beiden AWO-Mitarbeiterinnen beim Fightclub 193 aus Schwarzheide und bei der Revierpolizei von Ruhland und Schwarzheide: „Wir wollen die Kids für den Sport begeistern, denn wer sich beim Sport verausgabt, hat keine Aggressionen“, ist sich Klubchef Daniel Komorek sicher. Unterstützung bei den kleinen Kampfsporteinheiten erhielten die Kinder vom Vizeeuropameister und Deutschen Meister im Kickboxen K1, Stefan Cepa: „Man lernt als Sportler, mit Stress besser umzugehen und ihn abzubauen“, ist sich der Kickboxchampion sicher.

Zum großen Finale der 14-tägigen Projektzeit zeigten die Kinder der beiden Klassenstufen in kleinen gespielten Szenen, wie sie mit Sucht, Gewalt oder dem Gruppenzwang umgehen. Nach den Übergaben von Urkunden und T-Shirts gab es für alle Teilnehmer bei herrlichem Herbstwetter eine Grillparty vor dem Zollhaus in Ruhland.