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| 02:53 Uhr

Erbsensaat liegt bereits im Boden

Mit der Aussaat der Erbsen hat in Großräschen die Frühjahrsbestellung begonnen. Landwirt Klaus Lehradt (l.) im Gespräch mit dem Leiter der Pflanzenproduktion Günter Kockro.
Mit der Aussaat der Erbsen hat in Großräschen die Frühjahrsbestellung begonnen. Landwirt Klaus Lehradt (l.) im Gespräch mit dem Leiter der Pflanzenproduktion Günter Kockro. FOTO: Rudolf Kupfer/rkp1
Großräschen. So zeitig wie in diesem Jahr hat in der Agrargenossenschaft Großräschen die Frühjahrsbestellung schon lange nicht mehr begonnen. Bereits am vergangenen Mittwoch haben die Mitarbeiter auf einer Fläche von 27 Hektar Erbsen in den Boden gebracht. rkp1

Außerdem haben sie die gegenwärtig gute Befahrbarkeit der Flächen genutzt, um die insgesamt auf 700 Hektar stehenden Winterkulturen mit Dünger zu versorgen.

Bei den aktuellen Wetterbedingungen ist es für Landwirt Klaus Lehradt kein Problem, die erste Kultur in diesem Jahr auszusäen. Schnurgerade lenkt er mit seinem 250 PS starken Schlepper die sechs Meter breite Sämaschine über den gut abgetrockneten und vorbereiteten Acker. Im Vorjahr konnte er die Erbsen wegen des lang anhaltenden Winters erst Mitte April aussäen - etwa sechs Wochen später als in diesem Jahr. Allerdings brauche die Lausitz bald Regen, sagt der Fachmann. Schon jetzt begleitet eine Staubwolke seinen Schlepper. Außerdem könnte jetzt ein Kälteeinbruch mit Barfrösten unter minus sechs Grad Celsius Gefahren bringen, warnt er.

Der Großräschener Agrarbetrieb ist seit Jahren ein anerkannter Saatgutproduzent. Auf einer 17 Hektar großen Fläche werden Erbsen der Sorte "Rochet" ins Feld gestellt. Der Anbau wird ständig von Fachberatern begleitet. Da Erbsen auch ein beliebtes Futter für Tauben sind, werden sie auf weiteren zehn Hektar für den Verkauf im eigenen Hofladen angebaut, sagt Günter Kockro, Leiter Feldwirtschaft des Landwirtschaftsbetriebes. Ebenfalls Sommergerste, Sonnenblumen, Speisekartoffeln sowie Möhren würden nur so viel angebaut, wie für den direkten Verkauf benötigt werden.

Zu den Besonderheiten der Agrargenossenschaft Großräschen gehört der Anbau von Buchweizen. Auf einer Fläche von 55 Hektar soll die Saat planmäßig erst Ende Mai in den Boden kommen. Damit habe ihr Betrieb die größte Anbaufläche dieser Kultur im Land Brandenburg, so die Großräschener. Zudem seien diese Flächen eine bekannte und begehrte Adresse bei den Imkern der Region. Dieser Honig ist eine geschmacklich stark nachgefragte Spezialität.