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| 01:33 Uhr

EnviaM lässt bei Schwarzbach Mittelspannungskabel „einpflügen“

Mit diesem Vibrationskabelpflug hat eine Firma aus Röderaue in Sachsen die neue Mittelspannungsleitung zwischen Schwarzbach und Biehlen nahezu an nur einem Tag verlegt. Foto: Catrin Würz
Mit diesem Vibrationskabelpflug hat eine Firma aus Röderaue in Sachsen die neue Mittelspannungsleitung zwischen Schwarzbach und Biehlen nahezu an nur einem Tag verlegt. Foto: Catrin Würz FOTO: Catrin Würz
Schwarzbach/Biehlen. Das Energieunternehmen enviaM verlegt seit Donnerstag eine neue Mittelspannungshauptleitung zwischen Schwarzbach und Biehlen. Dabei kommt eine besondere Technologie zum Einsatz. C. Würz

,,Die Kabel werden mit einem Vibra tionskabelpflug direkt in die Erde eingepflügt", erläutert Projektleiter Torsten Schreiber von envia NSG. Diese Form der Kabelverlegung gehe wesentlich schneller als die herkömmliche Baggertechnik. Zudem sei es schonender für den Erdboden. ,,Wenn der Kabelpflug durchgefahren ist, sieht man hinterher kaum etwas davon", so Schreiber. An dem 200 PS starken Baugerät einer Firma aus dem sächsischen Röderaue wirken enorme hydraulische Kräfte, die die Leitungen direkt von der Kabeltrommel 1,20 Meter tief in den Erdboden bringen. Das Fahrzeug schafft unter besten Bedingungen - auf freiem Feld - bis zu 1000 Meter pro Stunde.

Die neue, aus drei Strängen bestehende Mittelspannungsleitung bei Schwarzbach soll nach Beendigung der Bauarbeiten die Qualität der Stromversorgung in der Region zwischen dem Umspannwerk Bernsdorf und Senftenberg deutlich verbessern. ,,Die neue Leitung soll die Mittelspannungs-Freileitung zwischen Hosena und Niemtsch ersetzen, die wir dann vom Netz nehmen und zurückbauen wollen", erklärt Projektleiter Torsten Schreiber. Diese Freileitung sei in jüngster Vergangenheit zunehmend ein Unsicherheitsfaktor geworden. Mitten durch ein Waldstück führend war bei den großen Stürmen, wie zum Beispiel ,,Kyrill", diese Freileitung von umstürzenden Bäumen massiv beschädigt worden. Außerdem gebe es am Peickwitzer Binnengraben eine Biberpopulation, die an den Masten ebenfalls schon erhebliche Schäden angerichtet hat. ,,Das hatte Stromausfälle zur Folge, vor denen wir unsere Kunden zukünftig schützen wollen", so Schreiber. Immerhin sind in Hosena auch mehrere große Industriebetriebe wie Züblin, Clever-Etiketten und andere von einer zuverlässigen Stromversorgung abhängig.

Die Bauarbeiten an der neuen Mittelspannungsleitung sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein. Dann wird envia Netz rund 190 000 Euro in das Projekt investiert haben. Parallel dazu wird auch die Niederspannungs-Freileitung zwischen Schwarzbach und Biehlen für die Stromversorgung der Haushalte gleich mit in der Erde verkabelt.